Die Siegfried-Lehmann-Stiftung

Siegfried Lehmann

Die selbstständige Siegfried-Lehmann-Stiftung wurde am 9. Oktober 2003 vom Rat der Stadt Barsinghausen gegründet. Am Stiftungskapital ist auch der Kirchenkreis Ronnenberg beteiligt. Pastor Reinhard Dunkel vertritt den Kirchenkreis in einem der beiden Stiftungsgremien, dem Kuratorium.

Den Grundstock der Stiftung bildet eine Initiative der Familie Lehmann. Anlässlich der Benennung der "Siegfried-Lehmann-Straße" in Barsinghausen (8oer Jahre) spendeten Mitglieder der Familie einen Betrag aus dessen Zinserlösen jährlich der "Siegfried-Lehmann-Preis" an Projekte, die sich besonders für Versöhnung und Frieden engagiert haben, verliehen wurde.

Die Stiftung erinnert mit ihrem Namen an Siegfried Lehmann, der am 10. November 1884 geboren wurde und als angesehener jüdischer Kaufmann in Barsinghausen lebte und arbeitete. Die Ausreisebemühungen der Familie nach den Novemberpogromen 1938 wurden durch den Ausbruch des zweiten Weltkrieges vereitelt. Im Juli 1942 wurde die Familie mit drei Kindern deportiert - alle starben in verschiedenen Konzentrationslagern. Mehr Informationen finden sie auch in dem Flyer, der unten auf der Seite zur Einsicht bereits steht.

Aufgaben der Stiftung

Die Stiftung hält die Erinnerung an die Familie Lehmann und das Schicksal anderer Menschen, vor allem jüdischen Glaubens, wach, die in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt und ermordet wurden.

Im Jahr 2005 gründete die Stiftung einen Freundeskreis. Ziel ist es unter anderem, mit regelmäßigen Veranstaltungen und Vorträgen die Bevölkerung zu informieren und zu beteiligen. Mitglieder des Freundeskreises werden zu diesen Veranstaltungen eingeladen. Außerdem initiierte die Stiftung in diesem Jahr die Verlegung von Stolpersteinen, einem Projekt des Künstlers Gunter Demnig aus Köln. Anfang 2006 wurden die ersten Steine vor den früheren Wohnhäusern der Opfer verlegt - weitere sollen folgen.


Flyer der Siegfried-Lehmann-Stiftung

Satzung der Siegfried-Lehmann-Stiftung

Freundeskreis der Siegfried-Lehmann-Stiftung

Es gibt seit 2005 einen Freundeskreis der Stiftung. Wer in den Verteiler aufgenommen werden möchte und somit Einladungen zu den Veranstaltungen erhalten möchte, kann sich an den Stadtarchivar Eckard Steigerwald, Telefon 05105/774-2372 oder per E-Mail wenden.