Petrushof Barsinghausen wird mit einem großen Fest eingeweiht

In der neuen diakonischen Einrichtung leben Menschen mit seelischen Beeinträchtigungen

04.10.2010 - Quelle: Petrushof

Im Rahmen eines fröhlichen Festes am Erntedanktag hat die Petrusgemeinde auch den Petrushof, eine neue Einrichtung für Menschen mit seelischen Behinderungen, eingeweiht. Der Petrushof besteht aus einer Appartement-Wohnanlage für 23 Personen und eine in anderen Räumen untergebrachten Tagesstätte/Tagesstrukturstätte und Praxis für Ergotherapie. Insgesamt investierte die Gemeinde und die gemeinnützige GmbH Petrushof Barsinghausen (Gesellschafter sind die Petrusgemeinde und der Verein für Gemeindediakonie) knapp 1,8 Millionen Euro. Architekt Helmut Meyer ließ die Arbeiten zum Festpreis ausführen.
Mit der Einweihung der Wohnanlage endet eine mehrjährige Phase, in der das Konzept für die Appartements und die Tages- und Tagesstrukturstätte entwickelt und realisiert wurde. „Uns war mit Blick auf die Finanzierung und auf die Reaktionen der Gemeinde mulmig zumute“, erinnerte Katrin Börnert, die Vorsitzende der Gesellschafterversammlung der gGmbH, an erste Gespräche im Kirchenvorstand. Doch bei einer Gemeindeversammlung 2006 stand eine direkte Anliegerin auf und habe ein klares Bekenntnis zum Projekt abgegeben, so Börnert. Vier Jahre habe es gedauert, bis alle Hürden überwunden waren. Förderer sind unter anderem die Landeskirche, das Diakonische Werk und Aktion Mensch. Börnert dankte Pastor Friedhelm Feldkamp, Architekt Helmut Meyer und Joachim Richter, den Leiter des Kirchenkreisamtes Ronnenberg für ihr Engagement. Die stellvertretende Bürgermeisterin Monika Scheibe betonte, dass die Stadt die ideale Größe habe, um eine verlässliche Versorgungsstruktur für die Bewohner des Petrushofs vorzuhalten. Es brauche Mut, Fantasie und Ausdauer in Zeiten des Rückbaus kirchlicher Angebote, ein Projekt, wie den Petrushof auf den Weg zu bringen, hob Superintendent Hermann de Boer hervor. Der Petrushof könne auch ein Beispiel gelungener Integration werden. Dazu sei die Offenheit der Gemeinde und auch der Bewohner notwendig. Das Fest zur Petrushoferöffnung begann mit einem Erntedankgottesdienst mit rund 350 Gästen. Mit dem Petrushof habe die Gemeinde ihren "Acker" wirklich fruchtbar gemacht; nun gehe es ans Ernten, meinte Pastor Friedhelm Feldkamp in seiner Predigt. An Liebe, Trost, Geduld und Freundlichkeit werde in der neuen Einrichtung kein Mangel sein. Die Gemeinde sei insgesamt ein Ort, wo sich Menschen wohlfühlen.

Fotos: Freitag

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