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Kapelle in Ihme-Roloven.

275 Jahre Kapelle in Ihme-Roloven

Nachricht Ihme-Roloven, 09. Mai 2018

Kapellengemeinde feiert Jubiläum

Ein neuer Kapellenvorstand und ein Jubiläum - beides sind in der Kapellengemeinde Ihme-Roloven ein schöner Anlass für ein Fest am Pfingstsonntag, 20. Mai. Um 10 Uhr beginnt der Festgottesdienst mit Superintendentin Antje Marklein, in dem der alte Kapellenvorstand verabschiedet und die neuen Mitglieder des Kapellenvorstandes, Carsten Elies, Susanne Friedrich, Claudia Hykel und Dr. Moritz von Münchhausen, in ihr Amt eingeführt werden. Dem Gremium gehört künftig auch Sabrina Brose als Beisitzerin und Ersatzvorstand an. Und im Gottesdienst wird an die Einweihung der Kapelle in vor 275 Jahren erinnert.

Nach dem Gottesdienst gegen 11 Uhr lädt die Gemeinde deshalb zum Sektempfang auf dem Platz vor dem gegenüberliegenden Dorfgemeinschaftshaus (DGH) ein. Dazu spielt der Seniorenbläserchor Ronnenberg. Ab 12 Uhr serviert die Johanniter-Unfallhilfe eine Gulaschsuppe. Von 14 bis 16 Uhr gibt es außerdem kreative Angebote für Kinder und ab 14.30 Uhr öffnet das Kuchenbüfett. "Wir freuen uns auf schöne Stunden und ein buntes Gemeindefest, zu dem wir herzlich einladen", sagt Kapellenvorsteherin Claudia Hykel.

275 Jahre Kapelle Ihme-Roloven - ein Rückblick:

Im Jahr 1743 beantragten die Gemeinden Ihme und Roloven „in der Mitte zwischen den beiden Dörfern eine Capell bauen zu dürfen, damit die alten, schwachen Leute und die Kinder Gott dienen und danken können, namentlich wenn im Winter wegen der Nässe der Weg zur Kirche nach Ronnenberg kaum zu gehen ist“. So steht es im Hauptstaatsarchiv Hannover.

Dem Antrag wurde zugestimmt und schon zwei Jahre später, am 11.Mai 1745 wurde die neuerbaute Kapelle durch Herrn Superintendenten Christoph Gesenius eingeweiht und gesegnet. Das äußere  Erscheinungsbild der Kapelle ist bis heute weitgehend unverändert geblieben. Die Erste große Veränderung kam im Jahr 1893. Der Altar hatte so stark gelitten, dass er durch einen neuen Altar ersetzt werden musste. Dieser neue Altar wurde von einer Lindener Tischlerei gefertigt und ziert unsere Kapelle bis heute.

Im Laufe der Jahrhunderte gab es drei große Renovierungen:
Die erste große Renovierung aufgrund starken Verfalls begann im Jahr 1909  und fand mit der erneuten Weihung am 15. 09.1912 ihren Abschluss. In dieser Zeit wurde die Kapelle von Grund auf renoviert. Der Wandputz wurde ausgebessert, der Boden mit neuen Fliesen belegt, die unverkleideten Deckenbalken wurden mit einer Holzdecke verschalt und mit einer Bemalung verziert. Es wurde elektrische Beleuchtung gelegt, der Turm wurde verkleidet und eine Wetterfahne gefertigt. Im Jahr 1951 wurde die Leichenhalle angebaut. 1954 erfolgte der Einbau der Empore, ein Harmonium wurde aufgestellt, der Vorbau gemauert und die Heizung wurde installiert.

Die Renovierung in den Jahren 1968/ 69 war die bislang gründlichste und teuerste in der 275jährigen Geschichte der Kapelle. Die meisten dieser Arbeiten haben heute noch Bestand. Das Dach wurde komplett erneuert, die Fenster und Kirchenbänke ausgetauscht, der Fassadenputz ausgebessert, neue Wandleuchten angebaut und die Elektrik neu installiert. In den letzten 50 Jahren kamen die Renovierung der Glocke und der Läuteanlage, sowie die Anschaffung der Orgel als Projekte dazu. Ebenso fanden immer wieder kleinere und größere Arbeiten zur Instandhaltung und Verschönerung statt.

Zum 275 Geburtstag zeigt sich unsere Kapelle von Ihrer besten Seite und wir können zu Recht behaupten, dass sie zu einer der schönsten und auch gepflegtesten Kapellen in der Region gehört.

Claudia Hykel, Kapellenvorstand in den aktuellen "Kontakten"