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Der Freundeskreis für Behinderte und Nichtbehinderte

VIEL MEHR ALS NUR E I N F R E U N D E S K R E I S
 
Als sich vor einem viertel Jahrhundert Menschen mit behinderten Angehörigen  in der Kirchengemeinde trafen, konnte niemand ahnen, was sich alles daraus entwickeln würde. Eigentlich hatten sie nur vor, gemeinsam – behinderte und nichtbehinderte Menschen – ihre Freizeit sinnvoll zu planen und Feste zu feiern.
SIE GABEN SICH DAMALS EIN SYMBOL. Es stellt einen Kreis von Menschen dar, einen Kreis, der nicht geschlossen ist. Die Unterbrechungslinien sind Schneisen, Wege in diesen Kreis. Sie können aber auch als die Räder eines Rollstuhles gedeutet werden oder auf andere Schwierigkeiten weisen, die das Leben eines Menschen belasten, vielleicht seine Müdigkeit, seine Einsamkeit, seine Schwerhörigkeit, seine Blindheit, seine Hoffnungslosigkeit. Dieses Symbol drückt für uns aus, was ein Kreis von Freunden sein kann: Geborgenheit und gemeinsame Kraft bei aller Verschiedenheit und Öffnung für jeden. Das Ziel dieses „Kreises von Freunden“ war und ist es, das Zusammenleben zwischen behinderten und nichtbehinderten Menschen zu normalisieren und modellhafte Lebensbedingungen zu schaffen. Aus dem zunächst lockeren Zusammenschluss entstand bald der heutigen Freundeskreis, ein eingetragener Verein, der den Mut hatte, Projekte in Angriff zu nehmen, die den Rahmen herkömmlicher Gemeindearbeit sprengten. In wenigen Jahren wuchs die Zahl der Vereinsmitglieder auf 160. Seit dem ersten Treffen leitet Barbara Baldauf „ihren Verein“, den Freundeskreis für Behinderte und Nichtbehinderte e.V. Immer wieder hat sie Menschen begeistert, um Verständnis für die Situation behinderter Menschen geworben und hat diesen ein Gefühl der Geborgenheit in der Kirchengemeinde Wettbergen vermittelt.
Aus dem Medium Mai 2005