Herzlich willkommen!

Die Gemeinden im Kirchenkreis unterstützen in diesem Jahr mit den Kollekten und Einzelspenden Menschen in Papua-Neuguinea. Das Projekt steht unter dem Motto „Kluge Bauern haben gute Ernte“. Gefördert werden zehnmonatige Kurse in abgelegenen Regionen des Landes. Das Programm, das Brot für die Welt unterstützt, heißt „Yangpela Didiman“ – was soviel heißt wie „Junge Bauern“. Im Kurs lernen junge Frauen und Männer alles, was sie über Landwirtschaft und Viehzucht wissen müssen und zusätzlich viel mehr über Mikrokredite, Nähen, Seifenherstellung und Erste Hilfe. Sie wenden ihr Wissen auf dem eigenen Land an und geben es auch an Nachbarn weiter. Nicht nur die Ernährung verbessert sich. Ein Teil der Ernte kann in der Stadt verkauft werden. Angebaut werden nicht mehr nur Kaffee und Tabak, deren Preise die Großhändler bestimmten. Und für bessere Qualität erzielen sie mittlerweile bessere Preise.
Der Lutherische Weltbund ist Träger des Projektes in Papua-Neuguinea. In den kommenden drei Jahren unterstützt Brot für die Welt das Vorhaben mit knapp 210000 Euro.

Spendenkonto:

Sie können auf das allgemeine Konto von Brot für die Welt spenden. Es gibt aber auch ein Konto beim Kirchenkreis, der nach Abschluss der Aktion das Geld gesammelt überweist: Kirchenkreisamt Ronnenberg, Konto Nr. 400 009 900, VoBa Pattensen-Springe, BLZ 251 933 31. 


Die Menschen im ländlichen Raum, die in Papua-Neuguinea über 80 Prozent der Gesamtbevölkerung ausmachen, sind Selbstversorger, ernähren sich also von dem, was sie selber anbauen. Die Hälfte der ländlichen Bevölkerung hat weniger als 15 Euro pro Jahr und Person zur Verfügung. Fast die Hälfte der Kleinbauern lebt auf und von Land mit geringem bis sehr geringem Ertragspotential. Da sich der größte Teil des noch ungenutzten Landes ebenfalls in diese Rubrik einordnen lässt, ist er wenig geeignet, den Bedarf der rapide wachsenden Bevölkerung an Nahrungsmitteln zu decken. Folge ist eine Intensivierung der landwirtschaftlichen Produktion auf den vorhandenen Anbauflächen, vor allem durch kürzere Brachezeiten. Dies wird mittelfristig zu abnehmenden Erträgen und einer nachhaltigen Zerstörung der Bodenfruchtbarkeit führen.


Schon immer wurden in Rabisap Schweine gezüchtet. Die Tiere waren unempfindlich gegenüber Hitze und Krankheitserregern, wuchsen aber relativ langsam – auch deshalb, weil sie frei im Dorf herumliefen und sich ihr Futter selbst suchen mussten. Inzwischen haben die Schweine in Rabisap stets genug zu fressen. Verfüttert werden nämlich nicht nur wie bisher das Knollengemüse Taro und Süßkartoffeln, sondern auch deren Blätter und andere Gemüsesorten. Außerdem laufen die Tiere nicht mehr frei herum und zerstören so nicht mehr die Gärten. Und ihr Kot lässt sich nun als wertvoller Dünger auf den Feldern ausbringen.


„Wir kommen hier zwar mit wenig Geld aus, weil wir essen, was wir selbst anbauen. Ein paar Kina aber müssen wir schon erwirtschaften, um Öl, Salz, Seife und Kerzen zu kaufen – und vielleicht auch mal ein neues T-Shirt für die Kinder“, sagt Bäuerin Hetingnec Tomaenuc. Sie hat die Landwirtschaftsschule von Rabisap nicht besucht, doch Promotorinnen aus dem Dorf versorgten sie mit Tipps. „Ich gehe inzwischen einmal im Monat auf den Markt und verkaufe 30 Kohlköpfe“, sagt die Mutter stolz.


Text Brot für die Welt; Fotos Helge Bendl.