Kirchenkreistag beschließt über Grundstandards und die mittelfristige Finanzplanung von 2013 bis 2016

Gremium traf sich am Freitag, 4. November, im Gemeindehaus der Mariengemeinde in Barsinghausen

05.11.2011 - Quelle: Kirchenkreis Ronnenberg

Die letzte Kirchenkreistagssitzung in diesem Jahr war geprägt von Entscheidungen für den Planungszeitraum von 2013 bis 2016. Bausteine sind dabei die sieben Grundstandards, die der Kirchenkreis - so wie in der gesamten Landeskirche - entwickelt hat. Außerdem die mittelfristige Finanzplanung und der Stellenrahmenplan. Die sieben Grundstandards, unter anderem für Verkündigung und Seelsorge, Kinder- und Jugendarbeit, Diakonie, Verwaltung und kirchliche Bildungsarbeit, wurden zuvor in Arbeitsgruppen und auch auf den vorherigen Kirchenkreistagssitzungen (KKT) beraten. Für alle Handlungsfelder wurden Herausforderungen, Ziele und konkrete Maßnahmen festgelegt. Bereits vor drei Jahren wurden erstmals Grundstandards geschrieben. "Sie fielen teils noch sehr 'blumig' aus. Mit den neuen Grundstandards kann idealerweise weitergearbeitet werden und ab und an nachgesehen werden, ob sie umgesetzt werden", betonte Superintendent Hermann de Boer vor den knapp 50 KKT-Mitgliedern im Gemeindesaal der Mariengemeinde in Barsinghausen. Allerdings wies er auf ein Grundproblem hin. So würden immer mehr Aufgaben auf der Ebene der Landeskirche angesiedelt, ohne dass gesagt werde, wer's machen soll. Dies überfordere die Kirchenkreise meinte er mit Blick auf den großen zeitlichen Aufwand für das Erstellen der Grundstandards.
Joachim Richter, Leiter des Kirchenkreisamtes, stellte anschließend die Eckdaten der mittelfristigen Finanzplanung und des Stellenrahmenplans vor. Nach den umfangreicheren Kürzungen des letzten Planungszeitraums müsse der Kirchenkreis nun lediglich jährlich ein Prozent des Etats einsparen. Die Landeskirche zahlt Zuweisungen nach Anzahl der Mitglieder (53,44 Euro pro Mitglied pro Jahr), pro Kirchengemeinde und außerdem noch einen Zuschlag für das Mittelzentrum Barsinghausen. Dies sind für 2013 Zuweisungen von rund 3,22 Millionen Euro. Die Gesamteinnahmen belaufen sich für 2013 auf erwartete 3,70 Millionen Euro. In 2013 will der Kirchenkreis noch rund 6400 Euro Überschuss erwirtschaften; bis 2016 rechnet Richter allerdings mit einem Defizit von rund 61000 Euro. Maßnahmen, die sich aus den Grundstandards zusätzlich ergeben, beziffert der Kirchenkreis mit rund 25000 Euro jährlich. Diese Summen werden aus den Rücklagen finanziert. Im Stellenrahmenplan werden nach Vorgabe der Landeskirche lediglich die Pfarrstellen, die Diakonenstellen und die für Kirchenmusiker ausgewiesen. Von 2013 bis 2016 wird laut Landeskirche "unterproportional" bei den Pfarrstellen, "proportional" bei den Diakonen gekürzt. Dies bedeutet für den Kirchenkreis Ronnenberg, dass keine weiteren Kürzungen bei den Pfarrstellen vorgenommen werden. Es kommen zwei jeweils 25-Prozent-Stellen hinzu, einmal für die Altenheimseelsorge in der Region Barsinghausen ab 1. Januar 2013, außerdem für einen Zusatzauftrag in der Region Gehrden-Wennigsen zum 1. März 2015. Am 1. Mai des gleichen Jahres endet die Projektfinanzierung für die schulnahe Jugendarbeit, für die derzeit eine halbe Diakonenstelle im Stellenplan enthalten ist. Der Kirchenkreis zahlt außerdem zukünftig die viertel B-Kirchenmusikerstelle in der Mariengemeinde in Barsinghausen. Bisher stand der Gemeinde nur eine C-Stelle zu; sie zahlte die Differenz aus eigenen Mitteln.


In seinem jährlichen Ephoralbericht ging Superintendent Hermann de Boer auf Entwicklungen des letzten Jahres, speziell auf die Finanz- und Stellenplanung, den Stand der Regionalisierung, die Diakonie und das Jahr der Taufe, ein. Außerdem gab er einen Ausblick auf das kommende Jahr. Unter anderem ist der neue Hannoversche Landesbischof Ralf Meister am 7. und 8. März 2012 zu Gast im Kirchenkreis. De Boer betonte außerdem, dass keine Fusion mit dem Kirchenkreis Laatzen-Springe geplant sei. Allerding sollen Gespräche geführt werden, mit dem Ziel, in bestimmten Bereichen, wie Kindertagesstätten, Jugendarbeit, Ehe- und Lebensberatung und Kirchenmusik, stärker zu kooperieren. Es gibt eine Arbeitsgruppe, in der Mitglieder aus beiden Verwaltungsausschüssen der Kirchenkreise beraten. Den kompletten Ephoralbericht lesen Sie unten im Download.

Text und Fotos: Sabine Freitag

Ephoralbericht November 2011

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