"Ein Stück Egestorf geht"

Pastor Reinhard Dunkel verabschiedet sich nach 37 Jahren Dienst in der Christusgemeinde

09.08.2010 - Quelle: Kirchenkreis

Ein Stück Egestorf geht. Mit diesen Worten sprach Kirchenvorsteherin Ute Maibaum am Samstagabend, 7. August, sicher vielen Gästen der Verabschiedung von Pastor Reinhard Dunkel aus dem Herzen. Ein Stück Egestorf geht - das unterstrich die Freiwillige Feuerwehr, als sie nach dem Gottesdienst Spalier für Reinhard Dunkel stand, das zeigten die vielen Vereine, die sich am Fest hinter der Kirche beteiligten und die Gäste, die Grußworte sprachen.
"Sie waren stets freundlich und hilfsbereit, offen für alle Fragen und vor allem konnten sie zuhören", meinte Ursula Warschau, Rektorin der benachbarten Ernst-Reuter-Schule. Sie zitierte Kinder aus Briefen an den Pastor. "Das Leben ist wie ein Puzzle. Das Puzzle von der Arbeit ist nun fertiggepuzzelt. Viel Spaß bei ihrem nächsten Puzzle", wünschte ein Kind.
Bürgermeister Walter Zieseniß hob in persönlichen Worten das Engagement Dunkels für die gesamte Stadt hervor, nannte die Jugendarbeit und die Arbeit für die Siegfried-Lehmann-Stiftung.
Als Kollege sei Reinhard Dunkel "ein Geschenk" gewesen, sagte Pastorin Bettina Westermann-Buße in ihren Abschiedsworten. Er habe sie in 21 gemeinsamen Dienstjahren als Mensch und in der Arbeit geprägt. Dass der Ruhestand Dunkels Veränderungen für die Gemeinde mit sich bringe, erklärte der stellvertretende Superintendent Klaus-Thilo von Blumröder in seiner Abschiedsrede im Gottesdienst. Es gibt nun eine pfarramtliche Verbindung mit Kirchdorf. Pastorin Ute Kalmbach arbeitet mit einer halben Stelle auch in Egestorf und Nienstedt. "Der Segensspruch 'ich will dich segnen und du sollst ein Segen sein' zu deiner Ordination ganz am Anfang in Egestorf ist wahrgeworden. Die Früchte deiner Arbeit hast du zunehmend ernten können. Viele Menschen sind dadurch mit der Kirche verbunden", so von Blumröder.
Das Fest und der Gottesdienst standen unter der Überschrift "Bruchstücke zum Paradies", ein Wunsch Reinhard Dunkels. "Schon am Anfang werden die Menschen aus dem Paradies vertrieben. Es gibt diesen Ort eigentlich nicht, nur die Erinnerung, die Sehnsucht bleibt", meinte er. Aber es gäbe Bruchstücke zum Paradies, wenn zum Beispiel die Lebensleistung der Alten geachtet werde, Kinder einen Raum haben, Leben auszuprobieren, Frieden und Versöhnung gelebt und Ressourcen gerecht verteilt werden, so Dunkel. "Es gibt mehr als Krieg und Tod", dies habe er auch als Lebensauftrag seiner Eltern an die drei Söhne verstanden. "Es rührt mich an, wie viele Gäste auch von weither heute dabei sind und was alles für uns, auch für meine Frau und Familie, auf die Beine gestellt wurde", dankte er zu Beginn seiner Predigt.
Fotos (Freitag); oben: ein kleine Pause zu Beginn des Abschiedfestes auf der Wiese hinter der Kirche: Pastor Reinhard Dunkel und der Kirchenvorstandsvorsitzende Otmar Fiedler.

Kolleginnen und Kollegen aus der Region Barsinghausen verabschieden sich von Reinhard Dunkel.

Die Singgemeinschaft Egestorf unter Leitung von Zdenka Gottschalk tritt auf.

Ein besonders herzliches Grußwort sprach Prof. em. Ernst Christoph Merkel. Er war vor über 40 Jahren der Vikariatsleiter Reinhard Dunkels.

Kinder und das Team aus dem Kindergottesdienst singen zum Abschluss des Festgottesdienstes in der Kirche ein Ständchen.


Die Freiwillige Feuerwehr steht nach dem Gottesdienst Spalier; Ortsbrandmeister Günter Göing begleitet Reinhard Dunkel zum Fest auf der Wiese.


Sie gestalteten den Gottesdienst mit Reinhard Dunkel: Diakonin Heidi Sieg, der stellvertretende Superintendent Klaus-Thilo von Blumröder, Pastorin Ute Kalmbach und Pastorin Bettina Westermann-Buße (von links).

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