Pastorin Silke Appelkamp-Kragt verabschiedet sich aus der Margarethengemeinde Gehrden
Theologin übernimmt neue Aufgaben in der Seelsorge und Pastoralpsychologie
07.03.2010 - Quelle: Kirchenkreis
Sie war eine Gemeindepastorin, die sich den Menschen zuwendet, die zuhört, die moderieren kann, neue Wege öffnet, aber auch auf Distanz gehen kann – Eigenschaften von Silke Appelkamp-Kragt, die Kirchenvorsteherin Christa von der Decken-Eckardt in ihrer Abschiedsrede betonte. Nach neun Jahren in der Margarethengemeinde Gehrden verabschiedete sich Silke Appelkamp-Kragt gestern im Gottesdienst und Empfang von ihrer Gemeinde. Bis in den Turmraum der Kirche saßen die Gäste in den Bänken und auf zusätzlichen Stühlen. Sie feierten einen Gottesdienst, der in der „Spannung von Abschied und Neubeginn“ steht, wie Superintendent Hermann de Boer meinte. Dabei habe sich der Wechsel von Silke Appelkamp-Kragt in einen anderen Dienst abgezeichnet, als sie vor sieben Jahren eine aufwendige Weiterbildung zur Pastoralpsychologin begann. Die 49-Jährige wird diese Aufgaben in einer halben Stelle im Sprengel Hildesheim-Göttingen und als Krankenhausseelsorgerin im Agnes-Karll-Krankenhaus Laatzen ausfüllen. „Sie haben in Gehrden neun Jahre gelebt, gepredigt, gearbeitet. Vor allem lebendige Gottesdienste, Liturgie, Musik, waren ihnen wichtig. Die Gemeinde stand immer im Mittelpunkt“, betonte de Boer. Er habe sie als stellvertretende Superintendentin schätzen gelernt. Sie war eine kritische und umsichtige Gesprächspartnerin in Konflikten, die zum Beispiel die Diskussionen um Einsparungen in den Gemeinden mit sich brachten. Die Pastorin verglich in ihrer Predigt ihre Arbeit in der Gemeinde mit einer Beziehung. „Ähnlich wie in einer Ehe gibt es Brüche, Schwierigkeiten, Ärger. Das bleibt nicht aus. Wir benötigen immer neuen Glauben. Gott zeigt neue Wege, neue Herausforderungen. Es ist noch vieles möglich“, erklärte sie. Nicht nur die Pastorin erlebe einen Übergang in ihrem Leben, sagte de Boer, sondern auch die Gemeinde. Doch: im Laufe des Monats, so de Boer, könne voraussichtlich die Pfarrstelle wieder besetzt werden. Ein weiterer Neuanfang ist absehbar: Die Landeskirche habe kürzlich die finanzielle Zusage für eine volle Diakonenstelle gegeben. Zuletzt war diese halbiert worden. Sie muss mit einem Berufsanfänger, einer Berufsanfängerin, besetzt werden.
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