Jugendtreff in der Arche in Hohenbostel wird saniert

Jugendliche beteiligen sich mit Eigeninitiative an der Renovierung

30.11.2010 - Quelle: Kirchenkreis

„Wenn ihr 100000 Euro hättet, was würdet ihr damit machen?“ – die Frage, die Pastor Hans-Jürgen Pabst im Konfirmandenunterricht in Hohenbostel stellte, brachte die Diskussion um die Arche, den Jugendtreffpunkt in der Thomasgemeinde, so richtig in Fahrt. Schnell wurde klar: Die Räume müssen renoviert werden, um für Jugendliche wieder einen attraktiven Treffpunkt zu bilden. Schon im September 2009 wurde über die Pläne auch im Kirchenvorstand beraten und schließlich insgesamt 18500 Euro aus Rücklagen, die aus dem Verkauf des alten Küsterhauses stammen, zu bewilligen. Das Ergebnis lässt sich sehen: Mit viel Eigeninitiative der Jugendlichen, die unter anderem alte Bodenfliesen entfernten, und dem Einsatz örtlicher Handwerker konnten die Räume im Erdgeschoss jetzt renoviert werden. „Wir es so oft in Altbauten ist, tauchten manche Schäden erst im Laufe der Arbeiten auf. So war der Fußboden völlig aufgeweicht und auch ein Schornstein wurde instabil, nachdem dort an den Wänden gearbeitet wurde“, erinnert jetzt Pastor Hans-Jürgen Pabst an die Bauarbeiten. Der Bau – die Thomasscheune als Ganzes – wurde im Jahr 1850 errichtet und zunächst landwirtschaftlich genutzt. Jetzt wurden Wände entfernt, so dass nun auch Platz für eine Küche entstand – ein Wunsch der Jugendlichen. Sie kümmerten sich auch um die Auswahl der Küche, besuchten etliche Studios. Am Ende fiel die Wahl auf eine Küche der Einbauküche aus Barsinghausen. „Die Inhaber, Ehepaar Neumann, sind uns beim Preis sehr entgegen gekommen“, sagt Pabst. Nicht so einfach gestaltete sich der Einbau; die Küche würde wegen der schrägen Wände besonders ausgemessen und eingepasst. „Dank einiger Spenden aus der diesjährigen Konfirmation und aus dem freiwilligen Kirchgeld bleibt sogar noch eine Reserve, die für die Inneneinrichtung verwendet werden kann“, erklärt Kirchenvorstandsmitglied Gustav Mensing. Neben der Küche wurde eine Toilette, die behindertengerecht ist, eingebaut und ein rund 20 Quadratmeter großer Raum für Treffen hergerichtet. Dieser Raum soll zukünftig auch anderen Gemeindegruppen, wie Eltern-Kind-Gruppen, offen stehen. Als nächster Bauabschnitt steht das Dachgeschoss, die alte Teestube der Arche, auf dem Plan. „Die Eigenleistung der Jugendlichen ist toll“, lobt Kirchenvorsteher Mensing. Und Pastor Pabst hofft, dass nun wieder nach einem Generationswechsel die Arche als Jugendtreff belebt wird. An den Planungen beteiligten sich immerhin 13 Jugendliche im Alter von 14 bis 16 Jahren aus Hohenbostel und Bantorf. Zwei Mädchen nehmen an einem Gruppenleiterkurs teil.


Foto (Freitag): Sven Heindorf, Nils Heindorf, Adriana Kalter, Jennifer Waldmann, Robin Zeidler und Pastor Hans-Jürgen Pabst freuen sich über den gelungenen Abschluss der Renovierungsarbeiten.

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