2. Religionspädagogischer Fachtag für die Kirchenkreise Ronnenberg und Laatzen-Springe
Rund 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind in Wennigsen dabei
03.05.2010 - Quelle: Kirchenkreis
Fachtag - das hört sich zunächst trocken und sehr theoretisch an. Fachtag - das kann aber auch gute Laune machen, die Gemeinschaft fördern und außerdem neue Kenntnisse vermitteln. Wenn dies am fröhlichen Lachen und dem Beifall nach dem ersten Plenum messbar war, dann erlebten gestern rund 100 Erzieherinnen und Erzieher aus Kindertageseinrichtungen in Trägerschaft von Kirchengemeinden in den Kirchenkreisen Ronnenberg und Laatzen-Springe diese Form eines Fachtags.
"...und ewig lockt die Bibel" - unter dieses Motto hatte Sabine Schommartz, Leiterin des Emmaus Kindergartens in Wennigsen und kollegiale Fachberaterin für beiden Kirchenkreise, diese Tagesveranstaltung gestellt. Sie fand nach der gelungenen Premiere im letzten Jahr an gleicher Stelle im Klostersaal Wennigsen statt. „Uns war in diesem Jahr wichtig, in den Workshops Basiswissen zu vermitteln, weil dies oft aus zeitlichen Gründen nicht mehr von den Mitarbeitern der Kirchengemeinde geleistet werden kann. Dies hilft jüngeren Kolleginnen ebenso wie gestandenen Erzieherinnen, die Neues erfahren“, erklärte Sabine Schommartz im Gespräch.
Entsprechend sprach in den Kleingruppen unter anderem Ralf Rogge vom Religionspädagogischen Institut Loccum über die Frage "Was heißt eigentlich evangelisch?", vermittelte Anne Woitha-Klapprott Einblicke in kirchliche Strukturen oder stellte Diakonin Ulrike Duffing Frauen in der Bibel als starke Vorbilder vor. Gabriele-Verena Siemers nahm zwei Gruppen mit hinter die Klostermauern und Kirchenführerin Constanze Kanz wies auf katholische Spuren in der alten Klosterkirche hin. Besonders intensiv nahmen die Teilnehmer dabei die Kirche wahr: Kanz führte die Frauen und Männer mit verbundenen Augen in die Kirche und zu ihren Plätzen.
„Zu unserem Konzept gehört, dass wir kein trockenes Referat im Plenum hören. Nachdem im letzten Jahr eine Clownin zu Gast war, haben wir jetzt das playbacktheater aus Hannover zu Gast“, sagte Sabine Schommartz.
Die fünf Spieler, Musiker Jürgen Morgenstern-Feise und Moderatorin Ingeborg Vonholt setzten spontan die Erlebnisse und Erfahrungen um, von denen Erzieherinnen im Plenum erzählten. So spielten sie in eindrücklichen Bildern, wie ein Kind sich veränderte, nachdem es aus einem unfriedlichen privaten Umfeld in eine Pflegefamilie kam oder auch welche Belastungen der schöne Beruf mit sich bringen kann. Jederzeit flexibel sich auf neue Kinder einstellen, immer neue Ideen produzieren und abends zu Hause erst einmal eine Lautstärke in der Stimme zurückfahren: Erfahrungen einer 100-prozentigen Erzieherin, der es manchmal auch zu viel wird - vom playbacktheater treffend umgesetzt.
Fotos: Teilnehmerinnen im Gespräch während des Plenums, beim Gang in die Klosterkirche und das Ensemble vom playbacktheater bei ihren spontanen Spielszenen (Inka Grund, Tim von Kietzell, Gabor Rossmann, Anja Rudnick und Dorit David (von links auf dem zweiten Theaterfoto auf dieser Seite)). Fotos: Freitag
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