Landessuperintendentin zieht erstes Fazit der Kirchenkreisvisitation

Pressegespräch im "Roten Faden" in Empelde

15.11.2007 - Quelle: Kirchenkreis

Landessuperintendentin Dr. Ingrid Spieckermann hat am Donnerstag, 15. November, im Pressegespräch eine erste Bilanz der Visitation im Kirchenkreis und in der Ronnenberger Gemeinde gezogen. Die Visitation findet alle sechs Jahre statt und endet am Montag, 19. November, mit einer Kirchenkreisvorstandssitzung. In den zwei Wochen besuchte die Landessuperintendentin viele Veranstaltungen und führte Gespräche mit Haupt- und Ehrenamtlichen im Kirchenkreis und der Gemeinde. Sie sei ein "Zwischencheck" und gleichzeitig die Möglichkeit, nach vorn zu schauen, meinte die Landessuperintendentin.
Die Superintendenturgemeinde in Ronnenberg sei als Zentrum inhaltlich und räumlich gestärkt, meinte die Landessuperintendentin. Der Kirchenkreis sei "sehr stark und strukturiert" auf dem Weg, zukünftige Aufgaben aufzugreifen. Im nächsten Planungszeitraum von 2009 bis 2012 muss der Kirchenkreis 14 Prozent der Mittel einsparen; das sind in vier Jahren rund 450000 Euro. Zukünftig erhält er von der Landeskirche ein festes Gesamtbudget und nicht mehr Einzelzuweisungen. Es müsse erreicht werden, dass bei allen Veränderungen die Menschen in Gemeinden nicht den Verlust zu spüren bekämen, meinte Dr. Spieckermann. Gleichzeitig könne die Kirche Kräfte bündeln und neue Aufgaben übernehmen. Durch die Einsparungen sei der Kirchenkreis auch "gezwungen, sein Profil zu stärken". Dies sei auch ein Vorteil, meinte Superintendent Hermann de Boer. Neue Themen seien in Zukunft die Neugewinnung und professionelle Begleitung von Ehrenamtlichen. Außerdem beginne im Kirchenkreis die Diskussion um die Einführung von Gemeindeverbänden im bisherigen Bereich der Regionen. Die Gemeinden vor Ort sollen als Identifikationspunkte erhalten bleiben, gleichzeitig erhält der Gemeindeverband Kompetenzen und plant einzelne Aufgabengebiete gemeinsam, erläuterte Superintendent de Boer.

Text: Sabine Freitag

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