Calenberger Diakoniestiftung feiert Gründungsfest in Empelde

Musik prägt das Programm beim Fest in der Johanneskirche

06.09.2009 - Quelle: Kirchenkreis

Am Sonntag, 6. September, begann die „Woche der Diakonie“, mit der die Hannoversche Landeskirche besonders auf die Anliegen und Themen der Diakonie aufmerksam macht. Projekte und Einrichtungen in diesem Bereich will auch die Calenberger Diakoniestiftung fördern, deren Gründungsfest zwei Tage zuvor in der Johanneskirche in Empelde gefeiert wurde. „Wir wollen bewusst den festlichen Charakter unterstreichen und deshalb einen musikalischen Abend vorbereitet“, meinte Superintendent Hermann de Boer in seiner Begrüßung. So gestalteten zu Beginn ein Streichorchester und Flötistinnen der Calenberger Musikschule ein rund halbstündiges klassisches Programm. Nach einer Pause blieben noch gut 30 Gäste, die sich von der fröhlich-melancholischen Klezmer-Musik begeistern ließen, die das Trio „Oyftref“ im Gemeindesaal präsentierte. Die Calenberger Diakoniestiftung wurde vom Kirchenkreis mit 125000 Euro Startkapital ausgestattet. „Aus den Zinserträgen wollen wir dauerhaft Projekte und Einrichtungen der Diakonie im Kirchenkreis fördern“, erklärte de Boer. Die Stiftung wolle nun für weitere Zustiftungen werben. Im Kuratorium wirken neben dem Superintendenten die zweite Vorsitzende Dorothea Freifrau von Schlotheim, die Kirchenkreissozialarbeiterin Andrea Schink, Dieter Mockprang, Helge Johr und Pastor Friedhelm Feldkamp. Joachim Richter, Leiter des Kirchenkreisamtes, berät das Kuratorium. Ein Projekt, das für eine Förderung der Stiftung in Frage kommt, wird zurzeit in Zusammenarbeit zwischen der Johannesgemeinde Empelde, der Kirchenkreissozialarbeit und der Außenstelle Ronnenberg der Sozial- und Diakoniestation entwickelt. Es heißt „Diakonische Zeit“. „Zum Vorhaben gehören mehrere Bausteine, wie ein monatliches Frühstück für Senioren oder ein Nachmittagskaffee für Demenzerkrankte und ihre Angehörigen. Wir wollen damit auch einen Beitrag zum demographischen Wandel leisten und die Situation von älteren Menschen und ihren pflegenden Angehörigen verbessern“, erklärte Gemeindepastorin Marion Klies. Zur „Diakonischen Zeit“ gehört eine weitere Qualifizierung von Seniorenbegleitern, die im Rahmen von Nachbarschaftshilfe eine Person regelmäßig besuchen und mit ihr Freizeit gestalten, außerdem Kurse für pflegende Angehörige, auch in Zusammenarbeit mit der Alzheimer Gesellschaft.

Fotos (Freitag): (oben) Mit ihrer Klezmer-Musik begeisterte das Trio „Oyftref“ mit Annette Siebert, Stefan Goreiski und Thomas Siebert (von links) im Gemeindesaal der Johannesgemeinde.

(Mitte): Das Streichorchester der Calenberger Musikschule unter Leitung von Gabriele Schleinschock und Flötistinnen spielten zum Auftakt des Gründungsfestes der Stiftung.

Die Kuratoriumsmitglieder Helge Johr und Dieter Mockprang im Gespräch mit Jürgen Haake aus Gehrden, Mitglied der Synode der Hannoverschen Landeskirche.

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