Umweltmanagement "Grüner Hahn" in der Kirchengemeinde Holtensen-Bredenbeck

Gemeinde will Energie sparen und die Umwelt schonen

10.02.2010 - Quelle: Kirchenkreis

Mit einem Gottesdienst und einer anschließenden Informationsveranstaltung startete jetzt in der Kirchengemeinde Holtensen-Bredenbeck das kirchliche Umweltmanagement "Grüner Hahn". In der Gemeinde hat sich eine Arbeitsgruppe gebildet, die das Projekt begleitet. Auch der Gottesdienst wurde von dieser Gruppe gestaltet. Darin wurde die Verantwortung der Christen für die Schöpfung betont und das Eingebundensein der Menschen in das Gewebe des Lebens. Die Predigt von Pastor Klaus-Henning Dageförde schloss mit folgenden Worten: "Es geht nicht nur um die Lebensgrundlagen der Menschheit, sondern auch um das übrige Leben in der Natur, in der Gottes Geist wirkt und
lebendig macht. Auch die anderen Lebenwesen sind von Gott gewollt!" Schon im Zusammenhang mit der Gartenregion Hannover im Jahr 2009 habe der Kirchenvorstand angeregt, Lebensräume zu schaffen und dazu angemerkt: Wenn wir
Lebensräume gestalten wollen, sind wir vielseitig gefordert. Wir müssen
uns einarbeiten in ökologische Fragen, Boden und Pflanzen bestimmen lernen, wachsen lassen auf der einen Seite und auf der anderen Seite
planen, entwickeln und korrigieren. Kreativität und (wachsender) Sachverstand sind notwendig. In uns kann die Ahnung von einem
harmonischem Leben im Einklang mit der Schöpfung wachsen."
Die Beteiligung am "Grünen Hahn" bedeute auch eine Herausforderung, so Dageförde: Wir müssen uns auch in ökologische Fragen einarbeiten, wir müssen uns im Umgang mit Energie und anderen Schöpfungsgütern umstellen,
- auf der einen Seite, und auf der anderen Seite planen, entwickeln und korrigieren. Kreativität und wachsender Sachverstand sind notwendig. Und ich merke es an mir. Gut ist es, wenn wir uns auch im religiösen
Bereich darauf einlassen, uns hier und da von veralteten Vorstellungen zu lösen. Salopp gesagt: In der ganze Veranstaltung Schöpfung und Universum geht es Gott nicht allein um den Menschen. Gott hat die ganze Schöpfung im Blick. Das schließt nicht aus, dass Wir ihm auch wichtig sind: Dass zwischen Schöpfung, Gott und Mensch ein Zusammenhang beseht,
wußten die Magier schon. Aber sie lernten dazu, dass die Welt insgesamt nur eine ist, und dass Gott ist in allen Schichten der Wirklichkeit präsent ist. Das sollten wir gemeinsam bedenken und uns bewußt der
Aufgabe stellen, die Umwelt zu schützen, die Schöpfung zu bewahren und dabei demütig sein in aufmerksamer Ehrfurcht vor dem Leben".
Nach dem gut besuchten Gottesdienst gab es eine kleine Pause mit Kirchenkaffee.
Danach informierte die Arbeitsgruppe über den Grünen Hahn. Bei dieser Informationsveranstaltung waren auch noch mehr als vierzig Personen anwesend.
Es geht darum, die Umwelt zu schonen, neue Impulse in die Kirchengemeinde hineinzugeben, und auf diesem Wege auch die Zusammenarbeit unter den verschiedenen Gruppen und MitarbeiterInnen in der Kirche zu stärken und zu verbessern. Neue Kommunikationsprozesse
werden angestoßen. Auch Menschen, die sonst nicht interessiert sind, werden auf die Kirchengemeinde aufmerksam. Alle Bereiche des kirchlichen Lebens sollen zunächst auf ihre
Umweltauswirkungen überprüft werden. Energieverbrauch, Büro, Anschaffungen u.a.m.
Dazu ist eine gründliche Bestandsaufnahme notwendig. Das ist das nächste, was hier zu leisten ist. Erst danach kann das Vorgehen im einzelnen geplant werden. Fest steht, dass zunächst der Schwerpunkt das Bonhoeffer-Haus in Bredenbeck sein soll, weil es am meisten genutzt wird. Es wurde betont, dass zusammen mit der Erfassung des Energieverbrauchs und genauen Kontrolle desselben es gewöhnlich zu
erheblichen Energieeinsparungen und damit auch Kosteneinsparungen kommt. Die Frage der Investitionen zur Energieeinsparung wurde angesprochen aber auch die Förderungsmöglichkeiten, die allerdings sehr vielfältig sind, und wo es darüber hinaus auch an vielen Stellen Änderungen gebe.
Es wurde auch die Bitte geäußert, über das Umweltmanagement, das seinen Schwerpunkt in Energieeinsparung und Ressourcenschonung hat, nicht den Natur- und Artenschutz zu übersehen.
Hier besteht allerdings schon zwischen NABU und Kirchengemeinde eine gute Zusammenarbeit in den 'Holtenser Gärten'. Der Superintendent betonte, dass der Kirchenkreis für alle
Gemeindehäuser und an Mitarbeiter vermietete Wohnungen Energiegutachten erstellen würde.
Das sei dann die Grundlage für das weitere vorgehen - es würde auch dabei notwendigerweise auf die Erstellung einer Prioritätenliste herauslaufen. Er teilte auch mit, dass mehrere Gemeinden inzwischen erste Schritte gemacht hätten, das 'Kirchliche Umweltmanagement' bei sich einzuführen.
Die Kirchengemeinde Holtensen-Bredenbeck sei aber nun die erste, die dieses Schritt auch tatsächlich durchführe. Er dankte der Kirchengemeinde dafür.
Die Veranstaltung schloß mit einem Dank aus dem Kirchenvorstand an die MitarbeiterInnen der "Grüne-Hahn"-Gruppe für ihre Arbeit.

Text/Informationen von Pastor Klaus-Henning Dageförde; Fotos aus der Gemeinde.

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