Kindermittag in der Petrusgemeinde endet am 31. Dezember

Projekt lief gut zweieinhalb Jahre in den Räumen der Gemeinde in Barsinghausen

18.12.2009 - Quelle: Kirchenkreis

Montags, mittwochs, donnerstags – drei Tage, an denen Kinder in den Räumen der Petrusgemeinde einen festen Anlaufpunkt hatten, in denen sie zusammen Mittag aßen, spielten, kreative Angebote nutzten und die Hausaufgaben erledigt werden konnten. Zum 31. Dezember beendet die Gemeinde am Langenäcker nun dieses Projekt „Kindermittag“ nach gut zweieinhalb Jahren. Am Donnerstagnachmittag feierte das zwölfköpfige Betreuerteam mit 18 Kindern eine Weihnachtsfeier zum Abschluss. „Es war absehbar, dass das Projekt endet. Die Ganztagsbetreuung an der gegenüberliegenden Adolf-Grimme-Schule (AGS) fängt viel auf und wir wollten nie eine Konkurrenz zu anderen Angeboten sein“, sagt Pastor Friedhelm Feldkamp. Die Gemeinde reagiere damit auf diese Veränderungen. Gleichzeitig erhielt sie in den letzten Monaten auch nicht mehr die Spendenmittel in der nötigen Höhe, um weiterhin eine pädagogische Fachkraft beschäftigen zu können. Zuletzt arbeitete Diakonin Gisela Rösner-Reck als Hauptamtliche im Kindermittag und dem Familienzentrum; seit September konnten Honorarmittel gezahlt werden. Dieser Finanztopf ist Ende des Jahres aufgebraucht (DLZ berichtete). Gisela Rösner-Reck bleibt danach mit zehn Wochenarbeitsstunden dem Familienzentrum erhalten. „In den letzten Jahren sind Beziehungen zwischen den Kindern und den ehrenamtlichen Betreuern gewachsen. Es war ein trauriger Abschied, auch wenn die Freude über die Weihnachtsfeier, die Geschenke, im Vordergrund stand“, blickt Gisela Rösner-Reck auf die letzten Tage im Kindermittag. Es werde für alle Teamer noch ein Nachtreffen geben. Denkbar sei auch, dass sich einige der Ehrenamtlichen in neuen Projekten der Gemeinde engagieren. Feldkamp und Rösner-Reck dankten dem Kirchenvorstand, dem „grandiosen“ Team und vielen Unterstützern, die durch Spenden, Patenschaften und viele praktische Ideen dem Kindermittag halfen. „Das Angebot war ein Erfolgsprojekt“, betont Feldkamp. Der Kindermittag war von verschiedenen Gruppen nach einer Debatte über Kinderarmut als ein Angebot für bedürftige Kinder konzipiert worden. Er hoffe, dass die Kinder, die nicht die AGS besuchen, ebenfalls neue Ansprechpartner für ihre Fragen und Probleme fänden. Die Arbeit für Kinder und ihre Eltern bleibe habe durch das Familienzentrum weiterhin einen festen Ort in der Petrusgemeinde. „Wir setzen uns weiter ein und sind auch weiter auf Spenden für das Familienzentrum angewiesen“, betont Feldkamp. Ein Beispiel für das vernetzte Denken der Gemeinde in der Stadt sei das initiierte Barsinghäuser Bündnis für Familien, in dem aktiv mitgearbeitet werde. Auch eine integrative Arbeit mit Kindern mit Migrationshintergrund bleibe im Blick.

Foto (Freitag): Gisela Rösner-Reck und Pastor Friedhelm Feldkamp informierten am Freitag, 18. Dezember, über das Ende des Kindermittags.

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