Landesbischöfin Dr. Margot Käßmann predigt in Leveste
Festgottesdienst anlässlich des 780-jährigen Jubiläums der Kirche St. Agatha
22.06.2009 - Quelle: Kirchenkreis
Vor 780 Jahren wurde die St. Agathenkirche erstmals urkundlich erwähnt. Dieses Jubiläum feierte die Gemeinde in Leveste jetzt mit einem besonderen Gottesdienst und einem Ehrengast: Landesbischöfin Dr. Margot Käßmann predigte. „Ihre Zusage zum Gottesdienst erleben wir auch als Stärkung und Motivation für unsere kleine Gemeinde und die Ehrenamtlichen, die hier aktiv sind“, freute sich der Kirchenvorstandsvorsitzende Michael Bürger in seiner Begrüßung. Schon vor dem Gottesdienst trug sich die Landesbischöfin in das Gästebuch der Gemeinde ein, das zu besonderen Anlässen in der Kirche ausliegt. Käßmann predigte über das Gleichnis des großen Abendmahls. „Auch diesen Predigttext haben wir oft gehört. Je nach Situation hören wir sie aber immer wieder neu“, meinte sie und schlug den Bogen zur Kirche als Einladende. „Wir laden ein und doch erleben wir die eine oder andere Entschuldigung. ‚Liebe Frau Käßmann, 10 Uhr morgens ist so eine schlechte Zeit’ höre ich oft. Meine Frage ist, wie wir es schaffen, eine neue Sehnsucht nach dem Gottesdienst zu wecken“, erklärte Margot Käßmann. Zwar seien alle eingeladen – aber fühlen sich alle eingeladen, fragte sie kritisch. Inklusive, statt exklusive, zu sein als Kirche könne dadurch gelingen, dass möglichst viele beteiligt werden. Nicht nur die Pastoren allein verantworteten den Gottesdienst, hob Käßmann hervor. Gleichzeitig verwies sie auf die weltweite Gemeinschaft der Christen. „Im Gottesdienst zeigt sich, dass wir in das Lob Gottes einstimmen, das weltweit zu hören ist. Zu diesem Glauben gehöre ich“, erklärte sie und verwies auf den Zuspruch Gottes, der einlädt, und gleichzeitig auch dem Anspruch Gottes das Christsein in der Welt zu leben. Nach dem Gottesdienst verabschiedeten sich Gemeindepastorin Ute Kalmbach und die Landesbischöfin noch persönlich von jedem Besucher mit einem Gruß.
Fotos: Freitag
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