Kirchenvorstände der Region blicken "über den Tellerrand"
Diskussion am 10.Mai 2007 mit Superintendent Hermann de Boer
14.05.2007 - Quelle: Kirchenkreis
„Die Kirche bleibt am Ort präsent. Gleichzeitig müssen wir auch regional verbindlicher zusammen arbeiten, weil nicht mehr jede Gemeinde bei der zukünftigen personellen und finanziellen Ausstattung alles machen kann“, sagte Superintendent Hermann de Boer. Zusammen mit dem Vorstand der Region Barsinghausen hatte er Kirchenvorstände zur Diskussion unter dem Motto „Über den Tellerrand schauen – Chancen der Regionalisierung“ in das Kirchdorfer Gemeindehaus „ARCHE“ eingeladen. Er erinnerte zunächst an historische Entwicklungen der Kirche. So habe es stets verschiedene Formen von Kirche gegeben; die Ortsgemeinde ebenso wie zum Beispiel klösterliche Gemeinschaften oder kirchliche Vereine. Diese Vielfalt sei immer eine Stärke der Kirche gewesen. In den kommenden Jahren werde die Kirche vor allem aufgrund des demographischen Wandels Mitglieder verlieren. Auch die Einnahmen aus Steuern sinken. Im Kirchenkreis Ronnenberg habe eine Gruppe „Kirche von morgen“ Ideen für die Zukunft entwickelt. Diskutierte werde die Bildung von regionalen Gemeindeverbänden, die nicht nur zu besonderen Veranstaltungen einladen, sondern auch die kirchlichen Kernaufgaben gemeinsam schultern. Seelsorgebezirke würden so zugeschnitten werden, dass jede Pfarrstelle in etwa gleich viele Mitglieder betreue – bei Beibehaltung der Gemeindegrenzen. Die Arbeit im Team werde an Bedeutung gewinnen, so der Superintendent. Für Ehrenamtlichen sollten im Kirchenkreis besondere Schulungen entwickelt werden. Die Kirchengemeinden bilden Schwerpunkte und bieten das an, was sie „besonders gut können“. Die begonnene Diskussion wird in der Region fortgeführt.
Sabine Freitag (Fotos und Text)
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