Superintendent berichtet über seine Visitationseindrücke in Großgoltern, Stemmen und Göxe
Weitere Gespräche und Besuche folgen noch bis zum 12. November
02.11.2008 - Quelle: Kirchenkreis
Zwischenbericht in der Visitation in Großgoltern, Stemmen und Göxe: Superintendent Hermann de Boer berichtete am Sonntag, 2. November, in den Gottesdiensten in Großgoltenr und in Stemmen über seine ersten Eindrücke aus der ersten Woche der Visitation.
Er habe viel über die Seniorenarbeit erfahren, mit dem Kindergottesdienstteam und der Gemeindebriefredaktion gesprochen. In einer Ortsbegehung am Samstag erhielt er einen Überblick über den Zustand der kirchlichen Gebäude und Friedhöfe. „Erlebt habe ich die Vorteile der Kirche auf dem Lande. Die Menschen kennen sich untereinander. Und so erfährt auch der Pastor, wer zum Beispiel krank ist und einen Besuch wünscht. Seelsorge ist hier leichter, als in einer großen, anonymen Gemeinde“, sagte de Boer. Eine Aufgabe sei es, Zugezogene so anzusprechen, dass sie auch in der Kirche eine neue Heimat finden. Die Verzahnung zwischen Kirche und Vereinen begrüßte er ausdrücklich. Er habe in der ersten Woche viel Positives über die Arbeit des Gemeindepastors Matthias Stalmann gehört. „Er ist sehr beliebt und nahe bei den Menschen. Die Sorge um den Erhalt der Pfarrstelle ist berechtigt. Wir wollen alles tun, um die kleinen Gemeinden zu erhalten“, betonte de Boer. Denkbar sei zum Beispiel ein neuer Zuschnitt der Pfarrbezirke im Rahmen eines Gemeindeverbandes. Wichtig sei das ehrenamtliche Engagement. Ein Beispiel sei für ihn der Kindergottesdienst. Die Vorbereitung laufe gemeinsam mit dem Pastor, den Gottesdienst selbst leiten die Ehrenamtlichen. Dies könne ein Modell für andere Bereiche sein. De Boer plädierte für eine weitere Vernetzung der Gemeinden. „Vor allem der eigene Kirchturm ist im Blick, obwohl es ein Pfarramt gibt. Die Vernetzung ist auch an der Basis notwendig. Nicht jede Gemeinde kann alles machen. Schwerpunkte müssen gesetzt werden und Stärken ausgebaut werden“, forderte der Superintendent. Nach dem Gottesdienst fand im Stemmer Gemeindehaus noch ein geselliges Beisammensein statt, das die Teilnehmer zum Gespräch mit dem Superintendenten nutzten. Visitationen finden alle sechs Jahre statt. De Boer ist in der kommenden Woche noch weiterhin in den Gemeinden unterwegs. So besucht er unter anderem am Mittwoch, 5. November, um 15.30 Uhr den Gemeindenachmittag in Stemmen und am Mittwoch, 12. November, um 19 Uhr den Stammtisch der Göxer Kapellengemeinde im dortigen Feuerwehrhaus. Außerdem stehen noch Treffen mit den Kirchenvorständen, mit Vereinen und Verbänden aus den Ortschaften auf seinem Besuchsprogramm.
Foto (Freitag): Pastor Matthias Stalmann (zweiter von links) und die drei Vorsitzenden von Kirchen- und Kapellenvorständen in seinem Pfarramt Friedrich Tatje (ab links), Jahn Friedrich von Rössing und Henning Schrader hörten gestern den Bericht von Superintendent Hermann de Boer (dritter von links).
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