Superintendent beendet die Visitation in Egestorf und Nienstedt

Arbeit mit Kindern und Familien sollte ein Schwerpunkt werden

14.09.2009 - Quelle: Kirchenkreis

Als eine Gemeinde im Umbruch, die die "Quadratur des Kreises" schaffen müsse, beschrieb am Sonntag, 13. September, Superintendent Hermann de Boer die Christusgemeinde in Egestorf. "Sie sind in einer Situation, in der Sie Neues schaffen müssen und in der gleichzeitig nach der Stellenplanung des Kirchenkreises die Stelle von Pastor Reinhard Dunkel nicht wieder besetzt wird", meinte er vor rund 80 Gemeindemitgliedern, darunter vielen Konfirmanden, im Gottesdienst. Die Stellenstreichung sei eine Herausforderung und geschehe zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. 2010 geht Reinhard Dunkel nach 36 Jahren in der Gemeinde in den Ruhestand. Die Kirchdorfer Pastorin Ute Kalmbach wird im Umfang einer halben Stelle, neben Pastorin Bettina Westermann-Buße, in Egestorf und Nienstedt tätig werden.
De Boer empfahl der Gemeinde nach der zweiwöchigen Visitation, die Arbeit mit Kindern und Familien zu einem Schwerpunkt zu entwickeln. "Angebote müssen sich ändern. Bei Besuchen in verschiedenen Gruppen gab es zwar lebhafte Gespräche, die Gruppen werden aber auch kleiner." Nachdem sich der Spielkreis aufgelöst hat, sind das Stillcafé und Krabbelgruppen ein Anfang. Und es gibt gute Kontakte zur Grundschule", hat de Boer erfahren. Bewährt habe sich der Besuchsdienst, und der Gemeindebrief sei eine Visitenkarte der Gemeinde. Der Gottesdienst ist und bleibe die Mitte. Ohne ihn fehle das Fundament, als Halt und Orientierung.
De Boer ging auch auf das neue Gemeindehaus ein, das kürzlich eingeweiht wurde. "Kirche ist auch für andere da. Die Gemeinde scheint gut im Ort verankert zu sein. Sie kann mit den neuen Räumen vielleicht auch die Aufgabe eines Zentrums übernehmen, das es in Egestorf erkennbar nicht gibt", meinte er. Die Planung zum neuen Gemeindezentrum habe viel Zeit und Kraft in der Gemeinde gebunden. "Sie haben es sich nicht einfach gemacht und eine breite Diskussion um die Gestaltung geführt. Jetzt muss das Haus mit Leben gefüllt werden, neue Projekte, Angebote entwickelt und über Ziele und Konzeptionen gesprochen werden", hob de Boer hervor. Auch Pastor Reinhard Dunkel ging in seiner Predigt auf das neue Gemeindezentrum ein. Es könnte ein Schutzraum werden, in dem die eigenen Schwächen angenommen und Lebensgeschichten erzählt werden. Dies könnte heilende Wirkung für Menschen haben.
Der Superintendent besucht alle sechs Jahre eine Gemeinde. Der Kirchenvorstand erhält später einen schriftlichen Bericht.

Foto (Freitag): Superintendent Hermann de Boer (links) berichtete im Gottesdienst von seinen Eindrücken. Später erhalten Winfried Rühe, Bettina Westermann-Buße, Kirsten Klöber, Maren Lüdersdorff, Horst Dorl, Ute Maibaum und Pastor Reinhard Dunkel einen schriftlichen Bericht zur Beratung im Kirchenvorstand.

Bericht über die Visitation in Egestorf und Nienstedt im Gottesdienst am 13. September 2009

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