Bundesfreiwilligendienst in der Flüchtlingsarbeit

Nachricht Ronnenberg, 04. Mai 2018

Im Sommer startet ein dritter BFD-Jahrgang

Drei Plätze im Bundesfreiwilligendienst (BFD) mit Flüchtlingsbezug bietet der Kirchenkreis Ronnenberg ab August bzw. September an. Derzeit sind drei junge Menschen - Patricia Zeitz, Verena Klein und Shadreck Kawele - an verschiedenen Orten im Kirchenkreis tätig. "Ich wollte mir nach der Schule ein Jahr im sozialen Bereich Zeit nehmen, auch um mich beruflich zu orientieren. In dieser Zeit hat sich jetzt mein Studienwunsch herauskristallisiert", sagt Patricia Zeitz im Gespräch. Sie will im Herbst ein Lehramtsstudium für Englisch und Geschichte beginnen. Ähnlich geht es Verena Klein - auch ihr Berufsziel steht mit einem Studium der Kunsttherapie fest. Und: beide berichten von ereignisreichen Monaten im Bundesfreiwilligendienst, die hinter ihnen liegen. "Es hat mir viel gebracht. Ich habe Hintergrundwissen zum Thema Asylpolitik und bin auch in der Arbeit anderen gegenüber offener geworden", so Patricia Zeitz. "Ich stehe jetzt viel selbstbewusster vor einer Gruppe", hat Verena Klein erfahren. Auch für Shadreck Kawele ist das Jahr im BFD eine Unterbrechung - er hat in Sambia ein Studium als Lehrer im Grundschulbereich abgeschlossen und lebt und arbeitet nun für ein Jahr in Hannover-Wettbergen. Für ihn ist es ein Jahr voller neuer Erfahrungen - eine neue Sprache, andere kulturelle Prägungen und Verhaltensweisen, die er erlebt und denen er offen begegnet. Das Jahr vergeht schnell, haben alle drei erfahren. Deshalb sucht der Kirchenkreis nun Nachfolgerinnen und Nachfolger ab dem Sommer. "Wir schenken den jungen Menschen ein Jahr, in dem sie Zeit und Raum haben, sich zu entwickeln. Und umgekehrt schenken uns auch die jungen Menschen etwas, indem sie sich mit ihren Kompetenzen und Talenten einbringen und uns in der Flüchtlingsarbeit unterstützen", sagt Superintendentin Antje Marklein. Die Aufgaben sind vielfältig: sie reichen von der Mitarbeit in Sprachlernklassen über die Betreuung von Kindern, während die Eltern einen Sprachkurs besuchen über Freizeitangebote bis zur Unterstützung in der alltäglichen Flüchtlingsarbeit. In Barsinghausen gibt es eine Kooperation mit dem Team der Flüchtlingssozialarbeit. Einsatzorte sind derzeit unter anderem die Oberschule in Gehrden, die Grundschule Ronnenberg, das Familienzentrum in Empelde, Flüchtlingsunterkünfte in Barsinghausen und eine Kirchengemeinde. "Wir können individuell auf diejenigen eingehen, die sich für den Bundesfreiwilligendienst bewerben. Einiges kann übernommen werden, anderes kann neu hinzukommen", sagt Sabine Freitag. Sie ist auf Kirchenkreisseite die Ansprechpartnerin für die BFDlerinnen und BFDler mit Flüchtlingsbezug. Bewerben können sich Interessierte ab 18 Jahre, die ein Jahr Freiwilligendienst machen wollen. Es ist möglich, Teilzeit zu arbeiten. Bewerben können sich auch Menschen, die als Flüchtling in Deutschland leben, dies gilt auch für Personen, die noch im Anerkennungsverfahren sind. Zum BFD gehört ein Taschengeld in Höhe von 370 Euro monatlich, außerdem 26 Tage Urlaub und Seminare, die besucht werden. Die Seminare werden pädagogisch von Mitarbeitenden des Diakonischen Werkes in Niedersachsen begleitet - das DWiN ist auch Träger der BFD-Stellen. An das DWiN richtet sich später auch die Bewerbung.

Interessierte können sich an Sabine Freitag wenden und mit ihr einen Hospitationstermin vereinbaren, um die Aufgabengebiete kennenzulernen.

Kontakt

Interessierte für einen BFD im Kirchenkreis können sich an Sabine Freitag, Koordinatorin für Ehrenamtliche in der Flüchtlingsarbeit wenden.

Sabine Freitag
Tel.: 05109 5195 928
Mobil: 0176 15195480