abstimmung

Foto: Freitag

KKT 21. November 2014

Nachricht Barsinghausen, 21. November 2014

Zahlen, Zahlen, Zahlen

Zahlen prägten den ersten Teil des Kirchenkreistags am Freitag, 21. November, im Saal der Mariengemeinde. Uwe Sennholz, Sachgebietsleiter Finanzen aus dem Kirchenkreisamt, stellte dem Gremium den Jahresabschluss 2013 vor. Verschiedenen Rücklagen können Mittel zuführt werden, wie der Sachkostenrücklage (knapp 39000 Euro), Projektmittel (knapp 68000 Euro), der Personalkostenrücklage (gut 26000 Euro) oder der Kindergartenrücklage (4700 Euro). Um gut 20000 Euro geringer fielen außerdem die Ausgaben in den verschiedenen Arbeitsgebieten, wie der Superintendentur, im Fortbildungsetat oder in der schulnahen Jugendarbeit aus. Im Bereich der Baukosten wurden der Rücklage Gebäudemanagement gut 36000 Euro und der Baukostenrücklade gut 82000 Euro entnommen. Entgültig entscheidet der KKT erst im nächsten Jahr über den Jahresabschluss. Angeregt wurde, dass sich der Kirchenkreisvorstand und der Finanzausschuss noch einmal mit der hohen Rücklage im Bereich der Projektmittel befasst. Im Gespräch war im KKT auch eine Umlage für alle Gemeinden aus Überschüssen.

Einmütig, mit nur einzelnen Enthaltungen, stimmte der KKT danach dem Doppelhaushalt 2015/2016 zu. Der Haushalt basiert, so erklärte Kirchenkreisamtsleiter Joachim Richter, auf den Zuweisungsplanwerten des Planungszeitraums 2013 bis 2016. Der Kirchenkreis erhält Zuweisungen der Landeskirche pro Gemeindemitglied (43520 im Kirchenkreis), außerdem für 18 Kirchengemeinden und für jeden Einwohner des Mittelzentrums Barsinghausen. Daraus ergibt sich eine jährliche Gesamtzuweisung von 3,27 Millionen Euro. Insgesamt umfasst der ausgeglichene Haushalt in den Einnahmen und Ausgaben jedes Jahr gut 6 Millionen Euro. Im Haushalt enthalten sind Mittel für Haupt- und Nebenamtliche, Sachkosten für Kirchengemeinden (140000 Euro), Zuschüsse im Bereich Bau (212000 Euro), Zuweisungen für Kindergärten (83000 Euro), Projektmittel für die Umsetzung der Grundstandards (81000 Euro in 2015; 53000 Euro in 2016). Das Bugdet für das Kirchenkreisamt beläuft sich auf rund 400000 Euro, das für den Diakonieverband Hannover-Land auf 182000 Euro.

Bericht
Superintendentin Antje Marklein berichtet über Veranstaltungen und Themen der letzten Monate im Kirchenkreis.

Berichte der Superintendentin

In der KKT-Sitzung berichtete Superintendentin Antje Marklein über besondere Veranstaltungen der letzten Monate und über aktuelle Themen, die den Kirchenkreis beschäftigen. So sei eine Neuregelung der Notfallseelsorge im Gespräch. Jeweils wöchentlich könnten Zweierteams die Rufbereitschaft übernehmen, auch um sich gegenseitig zu entlasten und auch um Vorbehalte und Ängste zur verringern. "Die Notfallseelsorge ist eine der ureigensten Formen der christlichen Seelsorge. Durch das veränderte Pastoren- und Pastorinnenbild und durch die Zunahme der Aufgaben hat sich hier ein neuer Bedarf aufgetan, dem wir als Kirchenkreis begegnen müssen", betonte die Superintendentin. In ihrem Bericht hob sie die Bedeutung der Ausschüsse hervor, die der Kirchenkreistag gebildet habe. "Sie haben in den Ausschüssen eine große Verantwortung, Dinge anzudenken, zu diskutieren, die Ihnen aus Ihrer thematischen Perspektive für den KK wichtig sind", sagte sie. Im nächsten Jahr werde der KKT auch die inhaltlichen Weichen für den nächsten Planungszeitraum von 2017 bis 2022 stellen, in dem voraussichtlich keine großen finanziellen Kürzungen zu erwarten sind. 2017 werde das 500-jährige Reformationsjubiläum die Veranstaltungen im Kirchenkreis prägen. Der Kirchenkreis setze bewusst auf kleinere Projekte. Eine Idee sei es, ein Kunstobjekt zu erstellen, dass schließlich 2017 jeweils bei den Veranstaltungen gezeigt werde. Antje Marklein resümmierte im KKT außerdem das diesjährige Jahresthema "Willkommen in Deutschland!?", das immer noch aktuell sei. Die Vernetzungen aus dem Jahr mit anderen Gruppen "tragen erste Früchte", sagte sie. Im Jahr fanden mehrere Regionalgottesdienste zum Thema statt, außerdem Gesprächskreise oder Konfirmandenunterricht. In Wennigsen wurde ein Willkommensfest gefeiert und in einem Kunstworkshop entstanden Lampen. Beim Reformationsempfang zum Thema sei ihr deutlich geworden, welche Chance die Gemeinden hätten, "bunter" zu werden. Gemeinden können "sichere Orte" für die Flüchtlinge bieten. "Wir bleiben auch über das Jahr hinaus am Thema dran", erklärte sie.

Haake
Jürgen Haake berichtet über den Sachstand zur Bildung eines Kindertagesstätten-Verbands für die Kirchenkreise Laatzen-Springe und Ronnenberg. Neben ihm im Bild: Pastorin Uta Junginger

Bildung eines Kita-Verbandes

Aus der Arbeitsgemeinschaft der Kindertagesstätten im Kirchenkreis berichtete deren Vorsitzender Jürgen Haake. Für die Bildung eines gemeinsamen Kita-Verbandes mit dem Kirchenkreis Laatzen-Springe liegt mittlerweile ein Satzungsentwurf vor. Ein Kommentar der Landeskirche und der Kirchenkreise liege vor. Nun müssten die sieben Kirchengemeinden, die Träger einer Kita sind, bis Januar beraten und ein Votum zum Satzungsentwurf angeben, erklärte Jürgen Haake. Der Kirchenkreis Laatzen-Springe habe sich bereits für die Bildung des Verbandes ausgesprochen. Der Verband würde Träger der Kitas werden, eine pädagogische Beratung, die von der Landeskirche gefödert wirde, würde schließlich Vorgesetzte der Kita-Leiterinnen werden, die Kita-Leiterinnen sind dann Vorgesetzte für die Erzieherinnen. Die Entscheidung, ob eine Kirchengemeinde die Kita in Trägerschaft des Verbandes übergebe, müsse jede Gemeinde selbst treffen, betonte Jürgen Haake. Zum neuen Kindergartenjahr ab dem 1. August 2015 solle die Satzung möglichst inkraft treten.

DEKT in Stuttgart 2015

Zum vierten Mal nach 1952, 1969 und 1999 ist die Württembergische Landeskirche vom 3. bis 7. Juni 2015 Gastgeberin für einen DEKT (Deutscher Evangelischer Kirchentag) in Stuttgart. Beim Kirchenkreistag warben der Vorsitzende des Landesausschusses, Joachim Lau, außerdem Helge Bechtloff für den Kreisjugenddienst und Pastorin Uta Junginger für die Region Barsinghausen für eine Fahrt nach Stuttgart. Der KJD bietet eine Fahrt für Jugendliche an, für interessierte Erwachsene aus allen Gemeinden organisieren Annette Kuban und Uta Junginger aus der Mariengemeinde eine Fahrt. Hierfür gibt es einen Infoabend am Donnerstag, 22. Januar, um 19.30 Uhr im Gemeindehaus am MSA-Platz in Barsinghausen. Der Landesausschuss fördert die Fahrt von Jugendlichen mit 20 Euro pro Teilnehmer. Am 1. Februar ist Kirchentagssonntag - um 17 Uhr beginnt ein zentraler Gottesdienst in der Marktkirche. Am Sonntag, 8. Februar, 17 Uhr, ist dann ein Projektgottesdienst zum gleichen Anlass in der Klosterkirche Barsinghausen.

Mehr zum Kirchentag in Stuttgart