Gemeinden feiern Einführungsgottesdienst in Bantorf

Nachricht Bantorf, 18. September 2017

Gemeinde singt A cappella

Eigentlich wollte Hildegard Wauer am Sonntag, 17. September, an der Orgel in der Bantorfer Alexandri-Kirche Platz nehmen und zum Einzug von Kirchenvorstand, Pastorin und dem neuen Chorleiter Stephan Pfannkuchen ein schönes Stück spielen. Doch es nutzte kein Suchen und kein Ratschlag - die Orgel und auch die Kirchenglocken blieben am Sonntag in Bantorf stumm. Dafür waren das Improvisationstalent und die Stimmen von Pastorin Elke Pankratz-Lehnhoff und der Gemeinde besonders gefordert - ohne Orgelbegleitung wurde A cappella gesungen, allerdings verstärkt vom Kirchenchor, der zum Einführungsgottesdienst für den neuen Chorleiter drei schwungvolle Lieder vortrug. Elke Pankratz-Lehnhoff segnete Stephan Pfannkuchen für seinen Dienst. Ein kleines Präsent überreichte der Bantorfer Kirchenvorstandsvorsitzende Lorenz Siwek.

Im Gottesdienst, der gleichzeitig auch zur Woche der Diakonie gefeiert wurde, stellte sich auch Patricia Zeitz als neue Bundesfreiwilligendienstlerin im Kirchenkreis vor. Sabine Wichert informierte in Vertretung für die Diakoniebeauftragte der Gemeinde über diese Arbeit im Kirchenkreis und in Gemeinden. Die Beiträge fügten sich zusammen zum Motto des gesamten Gottesdienstes, "Farbigkeit steckt an!". Während der Predigt wurde diese bunte Vielfalt auch visualisiert - ein Konfirmand warf nach und nach farbige Tücher über die Kanzel. Auch Paulus spreche von einem "bunten" Leben, meinte Pastorin Elke Pankratz-Lehnhoff, wenn er von den verschiedenen Diensten spreche, die alle vom gleichen Geist bewirkt würden. "Es kommt nicht darauf an, wer der große Chef ist, das Chefsein ist eine der Gaben Gottes. Gott gibt unterschiedliche Talente. Und auch in unseren Gemeinden gibt es Menschen mit besonderen Begabungen", sagte sie. So gäbe es Menschen, die gut trösten können, die zuhören können, die einen guten Blick für Außenstehende haben, die Organisationstalent haben, Freude am Schmücken und Gestalten oder auch an Klängen und Tönen. Diese Farbigkeit stecke an und Gott lasse Raum für diese Vielfalt.