Donnerstag, 4. Juni

Eine Betrachtung zu„ Nun steht in Laub und Blüte“ EG 641

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Mein Lieblingslied in den den Sommermonaten beginnt so:“Nun steht in Laub und Blüte, Gott Schöpfer, deine Welt“. Die Melodie ist den meisten Gottesdienstbesucherinnen bekannt ( Wie lieblich ist der Maien) und so konnten wir – als wir noch im Gottesdienst singen durften- kräftig einstimmen. In jedem Kirchenjahr freue ich mich, wenn es später Frühling ist und das Lied wieder angestimmt werden kann.

Am allerbesten aber gefällt mir der Beginn der 5.Strophe: „ Der Sommer spannt die Segel und schmückt sich, dem zu Lob…“. Augenblicklich bin ich an der See, rieche Salzwasser und sehe ein Segelboot vor mir. An einem sonnigen Tag bereitet es sich auf eine Ausfahrt vor. Aufbruch und Abenteuer liegen in der Luft. Das Weiß der Segel, das Blau der See, frischer Wind und die Geräusche einer Marina: das rhythmische Klingeln der Leinen und Seile, des Windes in der Takelage versetzen mich in Urlaubsstimmung. Das klingt und riecht nach herrlicher Freiheit, nach Freude am Sommer und am Leben selbst.

Ich atme durch. Das Schiff meiner Seele bläht die Segel und freut sich seiner Lebendigkeit.

Für mich steht die Zeile auch in Verbindung mit dem brausenden, frischen Wind des Geistes Gottes in der Pfingstgeschichte aus Apg 2., die ja gerade vor wenigen Tagen in den Gottesdiensten gelesen wurde. Möge jener frische Wind auch in diesen Zeiten in unseren Gemeinden wehen, sie in Bewegung bringen, Menschen erfrischen, Erstarrtes wegwehen.

 

 

Der heutige Beitrag von Pastorin Ute Clemens

Ute Clemens