"Dem Abschied Raum geben": Stiftung fördert die Hospizarbeit in Barsinghausen
Im Jahr 2017 verstarb die Barsinghäuserin Kerstin Jünemann. Anfang 2021 wurde ein Wunsch von ihr als Stifterin umgesetzt: In Trägerschaft des Kirchenkreises Ronnenberg wurde die "Kerstin-Jünemann-Hospizstiftung" mit einer Summe von 130000 Euro gegründet. Ihre Mutter Anne-Lis Jünemann stellte am Donnerstag, 20. Mai 2021, die Stiftung der Öffentlichkeit vor. Begleitet wurde sie dabei von den damaligen Kuratoriumsmitgliedern Anke Pfersich, Ute Kalmbach, Renate Kösel-Görtz und Superintendentin Antje Marklein. "Kerstin selbst war lange krank und ihre Mutter war immer bei ihr. Dabei haben sie festgestellt, wie wichtig es ist, auch im Hospiz einen Ort zu haben, um auch draußen die Sonne und die Luft genießen zu können. Kerstin war selbst Krankenschwester und hat Menschen gepflegt und nun können wir den Wunsch von ihr umsetzen", erklärte das Kuratoriumsmitglied Anke Pfersich. Zwei Zwecke will die Stiftung künftig fördern: den ambulanten Hospizdienst Aufgefangen und das stationäre Hospiz im Anna-Forcke-Stift. Denn: beide Dienste werden von den Krankenkassen nicht kostendeckend finanziert, stellte Joachim Richter vom Verein für Gemeindediakonie Barsinghausen e.V. fest. Deshalb sei es für beide Hospize wichtig, Spenden oder eben künftig auch die Erlöse aus der Stiftung zu erhalten, auch wenn zurzeit die Erträge gering seien. Trotzdem sei eine Stiftung auf Nachhaltigkeit angelegt - das Stiftungsvermögen bleibt unangetastet, auch in Zeiten höherer Zinserträge. Möglich sind weitere Zustiftungen oder auch Spenden; diese Spenden können dann direkt in die Zweckbestimmung fließen.
Foto und Text: Freitag