Kirchengemeinde Bördedörfer Barsinghausen

Bekanntgabe des Ergebnisses der Berufung von Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorstehern (zu Nr. 49 AB KVBG)

Bekanntgabe:

Zur Neubildung des Kirchenvorstandes hat der Kirchenkreisvorstand des Ev.-luth. Kirchenkreises Ronnenberg in Ronnenberg gemäß §37 des Kirchengesetzes über die Bildung der Kirchenvorstände zu Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorstehern berufen:

1. Frau Esther Bruns, Lohrere 1, 30890 Barsinghausen
2. Frau Saskia Röhrkaste, Am Himmelkamp 1, 30890 Barsinghausen.

Jedes wahlberechtigte Gemeindemitglied kann die Berufung durch schriftlich (auch in elektronischer Form) begründete Beschwerde beim Landeskirchenamt, Rote Reihe 6, 30169 Hannover, anfechten. Die Beschwerdefrist endet am 12.03.2021. Die Beschwerde kann nur darauf gestützt werden, dass das Berufungsverfahren fehlerhaft gewesen ist oder eine Person nicht berufen werden konnte. Über die Beschwerde entscheidet das Landeskirchenamt.

Der Kirchenvorstand

Lesepredigten und offene Kirche

Bis auf weiteres, mindestens solange der Lockdown währt, wird es auch keine Präsenzgottesdienste in den Bördedörfern geben.

Allerdings wird ab Februar die Thomaskirche samstags zwischen 15:00 und 17:00h unter Aufsicht geöffnet sein. Zum Sonntag sind an den Türen beider Kirchen auch kurze Lesepredigten erhältlich. Ausserdem verweisen wir auf die regelmäßigen digitalen Andachten, die auf der Homepage unseres Kirchenkreises unter www.kirchenkreis-ronnenberg.de/corona zu sehen sind.

Leben in der Corona-Zeit

Krankenschwester Melanie Koschmieder-Scherf schreibt über ihre Erfahrungen

In der jetzigen Zeit sind weder Homeschooling noch Quarantäne etwas Außergewöhnliches. Das ändert sich allerdings schlagartig, wenn man selbst betroffen ist. Homeschooling sind wir gewöhnt und haben uns damit arrangiert. Ich habe meine Tochter schon beneidet, dass sie ausschlafen kann, während ich zu meinem Frühdienst im Krankenhaus um 4.30 Uhr aufstehen musste.

Am 5.1.21 kam dann der große Schock in Form meines positiven Covid-Tests! Vorher traf es meist Kollegen und Bekannte. Plötzlich war ich betroffen, obwohl ich sehr umsichtig und vorsichtig gehandelt habe. Hintergrund ist, dass meine Tochter Medikamente einnimmt, die ihr Immunsystem runterfahren).

Ich kann gar nicht beschreiben, wie es sich anfühlt: Wie kann das sein? Tief durchatmen, die Angst im Gesicht meiner Tochter sehen. Schlechtes Gewissen, weil ich mich angesteckt habe. Dank lieber Kollegen wurde mir alles zur Verfügung gestellt, was fehlte. So bin ich am 5.1. mit Tochter und Sohn in Quarantäne gegangen. Jede/r musste für sich sein - für mich nach zwei Tagen kaum auszuhalten. Ich hatte zu dem Zeitpunkt schon mehr Symptome, Gliederschmerzen, Kopfschmerzen, Verlust von Geschmack und Geruch. Meine Kinder wurden auch getestet und meine Tochter gesellte sich am fünften Tag zu mir. Kohortenisolation, da sie ebenfalls positiv getestet wurde. So war es einigermaßen auszuhalten, aber gar nicht raus dürfen, ist schon eine Herausforderung. Garten wäre möglich gewesen, dies ließ mein körperlicher Zustand aber nicht zu. Zu unserer großen Erleichterung hatte meine Tochter keine weiteren Symptome außer Geschmacks- und Geruchsverlust. Ich hatte kein Fieber, fühlte mich aber so zerschlagen und schlapp. Ohne meine liebe Freundin und ihre Familie hätten wir keinen Einkauf gehabt, sie haben uns toll versorgt. Auch meine Kolleginnen haben uns mit Essen versorgt.

Ich bin sehr dankbar für diesen recht milden Krankheitsverlauf und die Möglichkeit, in unserem wirklich großen Zuhause uns zu isolieren. Wie schaffen das Eltern mit kleinen Kindern? Oder einer kleinen Wohnung? Quarantäne hat auch für Streit und Unmut bei uns gesorgt. Da wird klar, wie gut es uns doch geht. 

Ich wünsche mir mehr Verständnis und Respekt im Umgang miteinander. Jeder gibt sein Bestes. Ob Postbote, Verkäufer, Polizei, Rettungsdienst und natürlich die Pflege. So wie alle Menschen, die in dieser Zeit ihren Job unter großen Herausforderungen erfüllen. Bevor man ver- oder beurteilt sollte man einen Tag in dem Leben des anderen verbringen. Das wäre sicher heilsam, da niemand weiß, was der andere jeden Tag leistet. Meine Arbeit im Krankenhaus ist mir sehr wichtig. In dieser schweren Zeit haben meine Kollegen und ich sehr viel zu leisten. Den Pflegenotstand gibt es schon lange, durch Corona hat sich unsere Situation zugespitzt. Wir diskutieren nicht nur jeden Tag mit Patienten über das Tragen der Masken. Auch die Angehörigen zeigen sich teilweise nicht nur uneinsichtig, sondern teilweise auch übergriffig. Was wir uns bisweilen an Beschimpfungen und Unflätigkeiten anhören dürfen, macht mich sprachlos. Ich habe sehr wenig Zeit, da ich teilweise 12-15 Patienten allein versorge. Die müssen gewaschen, gefüttert und mit Inkontinenzmaterial versorgt werden. Schwer pflegebedürftige Patienten, die bei allem Hilfestellung benötigen oder komplette Übernahme der Tätigkeiten. Dabei muss ich die Klingel abdecken, das Telefon bedienen, Medikamente verabreichen, Infusionen anhängen, mit dem Arzt kommunizieren und natürlich alles dokumentieren. Dies nimmt die meiste Zeit in Anspruch. Wenn es richtig blöd läuft, eine Reanimation. Dabei kommen trinken, essen oder Toilettengänge zu kurz. Dazu noch die ständige Gefahr, sich mit Covid-19 anzustecken. Das macht auch uns Angst und wir fahren mit einem schlechten Gefühl zur Arbeit. Wir sind auch nur Menschen, die trotzdem jeden Tag ihre Gesundheit riskieren. Die Kollegen, die noch können, werden immer weniger.  Viele junge Kollegen haben einen Nebenjob, weil das Gehalt nicht ausreicht - bei so einem anspruchsvollen und körperlich schweren Beruf!  Ich bin oft genug verzweifelt und körperlich so am Ende, dass mir einfach alles weh tut. Von der psychischen Belastung rede ich gar nicht. Die wenigsten können sich ausmalen, was es heißt, einen Menschen zu reanimieren und dann trotzdem zu verlieren. Danach muss ich aber weiter machen und mich um andere Patienten kümmern. Egal wie es mir gerade geht. Es ist egal, ob Menschen mit oder an Corona sterben, ich finde es jedes Mal traurig und es wühlt mich auf. Ich habe für mich einen Weg gefunden damit umzugehen. Mein Ritual ist, das Fenster zu öffnen, um der Seele Flügel zu geben und sie frei zu lassen. Sobald ich das gemacht habe, bete ich für den Patienten. Das gibt mir Frieden und das Gefühl der Wertschätzung eines Menschenlebens. Jeder hat da seinen eigenen Umgang. Es gibt allerdings Situationen, die auch mich komplett überfordern und wütend und hilflos zurücklassen. Dann versuche ich mit Ruhe und Meditation wieder zu mir zu finden.

 

Ich hatte mir Covid auch ganz anders, eher harmloser vorgestellt, habe aber noch mit Problemen zu kämpfen und bin noch nicht arbeitsfähig. Nach vier Wochen fehlt mir immer noch Geschmacks- und Geruchssinn. Vorher war ich der Meinung, dass es nicht so schlimm sein kann. Großer Irrtum! Dafür wertschätze ich meine Gesundheit jetzt noch mehr.

In dieser für alle herausfordernden Zeit schaffen wir es nur gemeinsam durchzuhalten. Ich verstehe jeden, der kurz vorm Durchdrehen ist. Aber nach jedem Tief folgt ein Hoch.

Melanie Koschmieder-Scherf

Leben in der Corona-Zeit

Heidrun Teichgräber schreibt über Erfahrungen an Heiligabend

Bereits Anfang Dezember hatte ich mich für den Gottesdienst zu Heiligabend angemeldet - und dann kam der Lockdown. Was nun? Mein Enkel sagte: Heiligabend ohne Weihnachtsgeschichte – da fehlt mir was. Oma, kannst du nicht die Weihnachtsgeschichte vorlesen?

Ich wollte mich schon darauf vorbereiten. – Geschichte – Lied- Gebet. Kein Problem. Aber kurz vor Heiligabend gab es von der Kirchengemeinde „Weihnachten in der Tüte“. Eine Tüte mit Teelicht, Tannenzweig, eine kleine Holzfigur und ein Weihnachtsgottesdienst  für zuhause. – Das war eine tolle Idee. Lieben Dank an alle, die das vorbereitet haben.

Nun konnten wir in Familie am Heiligabend eine richtige Andacht feiern !!! Um 18 Uhr versammelte sich die Familie um den Esstisch und ich stand mit Abstand am Couchtisch. Kerzen brannten am Baum und auf dem Tisch. Im Wohnzimmer erscholl Glockengeläut (Idee von meinem Sohn). Dann hielt ich die Andacht mit Eingangsgebet, Lesung, Weihnachtsgeschichte, Gedanken zum Heiligen Abend und mit Fürbitten. Zwischen den einzelnen Passagen sang ich die angegebenen Weihnachtslieder, die von der Familie mit gesummt wurden. Nach dem Vater unser und dem Segen endete unser Gottesdienst. Zum Schluss sang ich mit dem Summen der Familie „ O du Fröhliche“

Fazit: es war alles anders aber trotzdem sehr besinnlich und schön. Diesen besonderen Heiligabend werden wir alle nicht vergessen.

Heidrun Teichgräber

Pastorin

Elke Pankratz-Lehnhoff
An der Kirche 3
30890 Barsinghausen (OT Hohenbostel)
Tel.: 05105 63808

Küsterin

Stella Cani
Tel.: 0157 72069773

Diakonin in der Region

Katrin Wolter
Nienstedter Straße 5
30890 Barsinghausen
Tel.: 05105 6613239

Diakon in der Region

Acki Stein
Am Kirchhofe 4e
30952 Ronnenberg
Tel.: 05109 5195-90

Pfarrbüro

Öffnungszeiten: Di und Do von 10 bis 12 Uhr und Do von 15 bis 18 Uhr.

zurzeit nur telefonischer Kontakt oder E-Mail möglich.

 

Martina Kehl
An der Kirche 3
30890 Barsinghausen
Tel.: 05105 2671

Kleidersammlung für Bethel

vom  7.–13. April 2021, jeweils von 10–12 Uhr am

  • Gemeindehaus Hohenbostel
  • Familie Enders, Kleines Eck 2, Wichtringhausen

Gesammelt werden gut erhaltene Kleidung und Wäsche, Schuhe, Handtaschen, Plüschtiere und Federbetten – jeweils gut verpackt (Schuhe bitte paarweise bündeln). Nicht in die Kleidersammlung gehören Lumpen, nasse, stark verschmutzte oder beschädigte Kleidung, Textilreste, abgetragene Schuhe, Einzelschuhe, Gummistiefel, Skischuhe, Klein- und Elektrogeräte. Bitte beachten Sie, dass wir keine Briefmarken für die Briefmarkenstelle Bethel mitnehmen können!

Wir bedanken uns für Ihre Unterstützung.

Bankverbindung

Volksbank Pattensen-Springe
IBAN DE66 2519 3331 0400 0099 00
BIC GENODEF1 PAT

plus Zweckbestimmung (z.B.: Bördedörfer Barsinghausen)