Jugendmusiktheater mit Passionsmusik von J.S. Bach
Am Sonntag, den 8. März 2026 um 17 Uhr findet in der Klosterkirche ein generationsübergreifendes Passionsprojekt statt. Jugendliche aus Reihen der Konfirmandinnen und Konfirmanden schauspielern die Passionsgeschichte (Einstudierung: Uta Junginger). Die Stadtkantorei musiziert gemeinsam mit Barockorchester Concerto Ispirato Musik von J.S. Bach und M. Praetorius.
Das Konzept stammt von Kantor Ole Magers, der mit diesem Konzert ein klares Ziel verfolgt: „Mit der Verbindung aus Schauspiel und Musik kann eine emotionale Verknüpfung zwischen Musik und gespielter Szene entstehen – die Bach’sche Musik ist für viele Jugendliche sehr weit weg – so kann ein erster Kontakt entstehen, der – so hoffe ich – auch für die Jugendlichen als ‚sinnvoll‘ empfunden wird.“
Das Projekt „perspektiven:passion“ gab es in ähnlicher Form bereits 2024 – damals stand alles im Zeichen der Johannes-Passion (J.S. Bach). Das damalige Jugendmusiktheater-Projekt kam bei den Mitwirkenden ebenso gut an, wie beim Publikum. In diesem Jahr wird dieses Projekt nochmals aufgewertet – das Barockorchester Concerto Ispirato ist ebenfalls beim Jugendmusiktheater dabei – 2024 wurde die Kantorei mit Klavier begleitet. Damit investiert die Gesamtkirchengemeinde nochmals in das kulturelle Vermittlungskonzept und möchte dadurch auch die Wertschätzung für das gemeinsame Arbeiten zwischen Stadtkantorei und Jugendlichen unterstreichen.
Wie auch 2024 wird es auch 2026 ein zweites Konzert im Rahmen des Projektes „perspektiven:passion“ geben. Damals gab es eine Gesamtaufführung der Johannes-Passion – in diesem Jahr wird es noch ein zweites Theatererlebnis geben. Mit der Uraufführung des Musiktheaterstückes „Der Sohn, der starb“ (Ole Magers) hören Sie eine Verarbeitung der Matthäus-Passion (J.S. Bach) und des Stabat Maters (G.B. Pergolesi). Dieses zweite Konzert findet am 15. März um 17 Uhr statt und wird etwa 3 Stunden dauern inclusive einer Pause. Das Theaterstück spielt zum Zeitpunkt der Grablegung Jesu – zwischen Kreuzigung und Auferstehung und verarbeitet Themen wie Sünde, Vergeben, Trauer, Schuld und beleuchtet nochmals Maria als Mutter, die ihren Sohn verloren hat. Das Theaterstück ist für Erwachsene gedacht und erzählt eine fiktive Geschichte zweier Männer nahe des Grabes Jesu, die sich über die beschriebenen Themen austauschen – neben diesem Austausch wird eine Geschichte erzählt, die unmittelbar mit den Geschehnissen der Passionsgeschichte verbunden ist. Der Autor und Konzeptionist Ole Magers beschreibt es so: „Mittels Theaterstücken Philosophie zu betreiben ist eine längst bekannte Idee – dies aber im Kontext kirchenmusikalischer Werke zu tun, diese neu einzurahmen und neue Kontexte, die aus der Assoziation des gegebenen Werkes ergeben, aufzubereiten, ist sicherlich ein neuartiger Zugang. Das neue Musiktheaterstück nimmt die ursprüngliche Handlung der Passion auf und verarbeitet diese aus der Sicht einer neuen fiktiven Person, die mit ihrem eigenen Glauben hadert und im Angesicht der Kreuzigung in innere Konflikte gerät. Worauf diese inneren Konflikte beruhen und wer diese Person wirklich ist, erfahren Sie am Ende des Theaterstückes.“