Nachhaltigkeit und Diakoniefonds sind Themen der Synode
In Empelde tagte nun am Mittwoch, 22. April, die Kirchenkreissynode. Schwerpunkt der Sitzung war nach den Beschlüssen der Klimaschutzmanagementkonzepte im Kirchenkreis das weitere Vorgehen. Unter anderem stellte Michael Bruns-Kempf aus der Serviceagentur der Landeskirche das "Grüne Datenkonto" vor. Alle Gebäude der Gemeinden im Kirchenkreis sind bereits dort erfasst. Jetzt werden Energiebeauftragte in jeder Gemeinde gesucht, die in das Programm die Verbräuche von Strom, Wärme und Wasser mindestens vierteljährlich eingeben. "Mit dem grünen Datenkonto können wir auch die Treibhausgas-Emissionen ermitteln, die künftig über die Landeskirche auch an die EKD, also die Evangelische Kirche in Deutschland gehen. Bis 2045 will die Landeskirche klimaneutral sein, bis 2035 sollen 80% der Emissionen eingespart werden", erklärte der Referent der Landeskirche. Unterstützt werden die Gemeinden von einer Mitarbeiterin im Kirchenamt. Zu Gast in der Synode war auch Edmund Jansen von der Energiegenossenschaft Calenberger Land Ener:go, die mit dem Kirchenkreis kooperiert und Gemeinden beim Aufbau von Photovoltaikanlagen unterstützt. Über die Herausforderungen in der Umsetzung der vier Teilkonzepten diskutierten anschließend die Synodenmitglieder. Die AG Nachhaltigkeit warb um weitere Personen, die mitwirken wollen und den weiteren Prozess begleiten. Mit den Konzepten setzt der Kirchenkreis das Klimaschutzgesetz der Landeskirche um.
In der Sitzung berichtete außerdem die Kirchenkreissozialarbeiterin Andrea Schink aus dem Diakonieausschuss der Synode. Die Gruppe überarbeitet derzeit eine Broschüre über alle diakonischen Angebote im Bereich des Kirchenkreises. Die Ordnung des Diakoniefonds des Kirchenkreises wurde angepasst. "Bisher haben wir ausschließlich Einzelfall-Nothilfen aus dem Fonds bewilligt. Nun haben wir aus Restmitteln des Wärmewinters rund 50000 Euro für Projekte der Armutsbekämpfung für den Fonds erhalten, so dass wir nicht mehr nur Einzelfallhilfen gewähren. Und die Höhe der Umlage der Gemeinden von 25 Cent pro Gemeindemitglied und Jahr für den Fonds wurde ebenfalls angepasst", erklärte Andrea Schink. Das Ziel sei nun, jeweils mindestens 10000 Euro am Ende eines Jahres an Mitteln im Fonds zur Verfügung zu haben. "Die Nöte nehmen zu und oft kommen Menschen zu uns, weil die Bearbeitung von ihren Anträgen bei Ämtern so lange dauert und sie dann Hilfen dringend benötigen, um überhaupt Geld für Lebensmittel oder die Miete zu haben. Im letzten Jahr habe ich 276 Haushalte beraten und 153 Anträge gestellt, mit denen über 60000 Euro an Beihilfen bewilligt wurden. Unser Diakoniefonds hat davon rund 7450 Euro als letzte Nothilfe beisteuern können", berichtete sie.
Fotos und Text: Freitag