Ein Abschied mit viel Humor, Musik und Kreativität
Mit der Hand auf dem Herzen dankte Pastor Jürgen Holly für die vielen guten Worte beim Empfang und auch im Gottesdienst anlässlich seiner Verabschiedung in den Ruhestand. "Es war hier heute so viel Kreativität im Raum, so viele gute Worte, die ich gehört habe. Das und auch die Jahre hier behalte ich in guter Erinnerung", sagte er zum Abschluss. Zuvor erlebten er und die vielen Gäste in der Klosterkirche Barsinghausen und im Gemeindehaus einen stimmungsvollen Gottesdienst und Grußworte. Der stellvertretende Superintendent Johannes Hagenah entpflichtete den Gemeindepastor im Gottesdienst per Handschlag. Zuvor erinnerte er an den beruflichen Werdegang Jürgen Hollys, vom Vikariat im Eichsfeld über 20 Jahre als Pastor in Meine und die letzten elf Jahre in Barsinghausen. Neben der halben Stelle in der Mariengemeinde und seit zwei Jahren in der Gesamtkirchengemeinde übernahm Jürgen Holly Zusatzaufträge, wie Vakanzvertretungen oder auch Gottesdienste in Altenheimen. "Mit deiner zugewandten Art und mit viel Humor hast du an der Kirche mitgebaut. Du hast gern besondere Gottesdienste mitgestaltet, wie Literatur- und Kunstgottesdienste, zum Fasching oder die Radfahrgottesdienste. Die Bewahrung der Schöpfung war und ist dir ein großes Anliegen", so Johannes Hagenah. Zusammen mit den früheren Studien- und Vikariatskollegen und -kollegin Gudrun Lupas, Ernst-Dieter-Blumenstein und Marko Stenzel sprach er einen Segen für Jürgen Holly.
Durch den ganzen Gottesdienst zog sich ein humorvoller und kreativer Blick zurück auf ein erfülltes Berufsleben. Etwa in der Predigt Jürgen Hollys mit fünf Miniaturen zum Abschied, darunter natürlich auch ein paar Reime. Seine Theologie in einem Satz laute: "Gott ist die Liebe und alles Gute kommt von ihm". Es waren Gedichte zu hören, umgetextete Lieder von Hauptamtlichen beim Empfang oder auch im Gottesdienst Grönemeyers Bochum auf "Kirche". Und natürlich durfte das Radfahren nicht fehlen - Jürgen Holly nimmt bevorzugt das Rad für Fahrten zur Arbeit oder auch im Urlaub. Das Team der Fahrradgottesdienste, die es seit 2017 jährlich gibt, erinnerte auch an den legendären Radio-Gottesdienst zum Radfahren unter Corona-Bedingungen. Mit Begeisterung sangen die Gäste den Refrain von Max Raabes "Fahrrad fahrn", angestimmt von Gerald Pursche. Er freue sich, so Jürgen Holly, dass seine Kollegin Elke Pankratz-Lehnhoff wieder zum Fahrradgottesdienst mit einem Team einlädt und dass Lars Peter die Aufgabe des Teamkapitäns der Radfahrgemeinde beim drei Wochen dauernden Stadtradeln – es startete genau am Tag seiner Verabschiedung - übernommen hat. Der Fahrradgottesdienst findet am 28. Juni um 10 Uhr in der Thomaskirche Hohenbostel statt.
Fotos und Text: Freitag