Rückblick Kinderfreizeit Uslar 2026

Nachricht Kirchenkreis, 28. Juli 2026

… UND ACTION! Spiel, Show und Spektakel auf der Kinderfreizeit 2026 in Uslar

Vom 05-12.07.2026 war es wieder so weit: Der Vorhang öffnete sich und mit einem vorfreudigen, aufgeregten Gefühl begrüßte das 32-köpfige Team unter der Leitung von Diakon Martin-Wulf-Wagner und Diakonin Katrin Wolter die rund 70 Kinder auf dem Jugendcamp am Solling- und allen war klar, eine erlebnisreiche und besondere Woche beginnt. Doch bevor sich der Zeltplatz mit den Kindern füllen konnte, reiste das ehrenamtliche Team bereits zwei Tage vorher an, um das Camp einzurichten, an der ein oder anderen Stelle umzubauen und sich auf seine Aufgaben vorzubereiten. Die Zeltteamenden bauten Zelte auf, das Orga-Team koordinierte Material, die Werkstatt und alle medizinischen Fragen, die Küche präzisierte ihre Abläufe und das Leitungsteam behielt den Überblick, sodass sich der Zeltplatz in eine Filmwelt verwandelte.    Passend zum diesjährigen Thema: „Und Action! Spiel, Show und Spektakel“ wurden alle zu kleinen und großen Stars vor und hinter der Kamera. Im Theater am Abend wurde ein buntes Filmteam bestaunt, wie es auf einem roten Sofa durch die Zeit reiste und beim Geländespiel probierten alle aus, welche verschiedenen Jobs es braucht, damit ein Film entsteht: von Maske bis Ton, Kostüm und Catering.  In verschiedenen Workshops wurden Filmklappen und Masken gebastelt, sich in der Spieleschlucht ausgetobt oder beim Baumklettern über sich hinausgewachsen, sodass abends alle Zelte ihren Gruppenleitenden viel zu erzählen hatten. Das Programm fand seinen feierlichen Abschluss im turbulenten Gala-Abend, bei dem die Kinder mit selbstgebastelten Pokalen die Figuren aus dem Theater unter tosendem Applaus auszeichneten und beim Festessen bestehend aus vielen leckeren Kleinigkeiten gemeinsam feierten. Das Essen von unserem Küchenteam gehört zu den Highlights von Kindern und Team und niemand vergisst das Gefühl, wenn endlich der Gong zu hören ist und das gemeinsame Essen auf der Essterasse beginnt.

… Und was ist jetzt das Besondere an der Kinderfreizeit nach Uslar? Die meisten würden antworten: „dieses Uslar-Gefühl“… und was das bedeutet, haben uns ein paar Kinder und Teamer während der Freizeit etwas genauer verraten.

Mila (Teilnehmerin), Leon und Konstantin (Teamer aus Barsinghausen ) und Johannes Schäfftlein (Kernteam) im Interview:

„Mila, du bist ja jetzt schon einige Male in Uslar dabei gewesen. Kannst du dir einen Sommer ohne Uslar überhaupt vorstellen und was ist so besonders an Uslar?“

Nein, einen Sommer ohne Uslar kann ich eigentlich gar nicht so wirklich vorstellen. Es ist einfach toll, dass man hier mit so vielen Kindern ist und alle sofort eine große Uslar-Gemeinschaft bilden. Die Workshops und das Programm machen total viel Spaß, man erlebt jeden Tag etwas anderes und die Teamer sind immer für einen da. 

„Leon. Du bist dieses Jahr das erste Mal als Teamer mit in Uslar. Warum bist du dabei und was findest du, ist das besondere an Uslar?“

Weil man hier sehr viele coole und kreative Ideen umsetzen kann. Außerdem macht mir das Musikmachen in den Morgens-, Mittags- und Abendrunden viel Spaß und ich habe viele nette neue Leute kennengelernt.

(… und Konstantin aus dem Küchenteam ergänzt: ):
Wir haben in der Küche einfach die coolste Musik, die coolste Truppe und es macht immer Spaß hier!“

„Johannes. Du hast viele Jahre im Team der Kinderfreizeit mitgearbeitet, die letzten fünf Jahre im Kernteam. Was macht Uslar für dich so besonders?“

Hier in Uslar kann jede und jeder so sein wie er/sie sein möchte. Wir schaffen uns hier eine eigene kleine Welt mit eigenen Regeln und Abläufen. Die Kinder können selbst entscheiden, an welchem Programm sie teilnehmen wollen, wieviel Geld sie in der Taschengeldbank ausgeben wollen… Als Kind war ich total stolz darauf, wie selbstwirksam ich hier sein konnte- da stand ganz ohne Nachdenken fest: Ich fahre jedes Jahr nach Uslar!  Egal ob als Kind, als Gruppenleiter und später im Kernteam, um genau das auch anderen Kindern und Teamern zu ermöglichen. Uslar war einfach ein ganz fester Bestandteil des Sommers.

„Nach diesen vielen Jahren bist du dieses Jahr das letzte Mal mit nach Uslar gefahren. Warum?“

Für mich war jetzt einfach ein runder Abschluss. Ich konnte viele Dinge zu enden bringen und konnte sehen, wie Ideen von mir zu Routinen/Abläufen wurden. Das bedeutet mir viel. Aber genauso viel bedeutet es mir, dass jetzt weiterziehen zu lassen und Platz zu machen für Neues und Neue.

Fotos und Text: Louisa Swinke