"Macht was d'raus, Leute!"
Funken, Konfetti und der "Kristin-Effekt" - einen Abschied mit vielen Facetten und Bildern erlebten am Sonntag, 6. September, die vielen Gäste in der Petruskirche. Abschied von Pastorin Kristin Köhler, die nach neun Jahren in der Petrusgemeinde und der Gesamtkirchengemeinde nun neue Wege geht - zunächst in der Leitung des Barsinghäuser Hospizes als Elternzeitvertretung und weiterhin mit halber Stelle in der Segenagentur des Kirchenkreises Hannover. "Jetzt geht es raus aus dem Petrus-Nest, in dem ich mich entfalten konnte. Aber ich habe das Recht, eine andere zu sein und dafür bin ich euch dankbar", meinte sie mit Blick auf die Gemeinde in ihrer Predigt. Der Abschied, das wurde deutlich, hat zwei Seiten: "Es fühlt sich gut und richtig an, dass ich gehe, aber ich bin auch traurig, dass es zu Ende ist", sagte Kristin Köhler nach allen gehörten Grußworten beim anschließenden Empfang. Und: "Jemand anderes wird kommen. Macht was draus, Leute!"
Funken, Konfetti und der "Kristin-Effekt": Im Gottesdienst wurde Kristin Köhler von Superintendent Michael Grimmsmann entpflichtet und gemeinsam von vier weiteren Assistierenden gesegnet. "Du warst in der Gemeinde für die Funken-Momente, für Wunder und Glücksmomente zuständig. Es ging dir ums Zusammenarbeiten, dass es rundlief. Wenn es einen 'Bogen' hatte, war es gut", meinte er in seiner Ansprache. Katharina Bergatt, Lehrerin der Adolf-Grimme-Schule, brachte auch Herz-Konfetti mit in den Altarraum und Louisa Swinke, die über einige Jahre in der Evangelischen Jugend mit Kristin Köhler zusammengearbeitet hatte, sprach in ihren Segensworten vom "Kristin-Effekt", der schon sprichwörtlich gewesen sei, wenn sich plötzlich alles gefügt hatte.
"Sie hatten eine gute Pastorin" - diese Worte des Superintendenten bekräftige die Gemeinde mit einem langen Applaus. In Grußworten hoben einige Gäste die gute Zusammenarbeit mit Kristin Köhler hervor, wie auch Pfarrer Johannes Lim aus der katholischen Gemeinde, die Kolleginnen und Kollegen der Gesamtkirchengemeinde und der Ortskirchenvorstand. Vermutlich, so Pastorin Uta Junginger, habe Kristin Köhler maßgeblich dazu beigetragen, die Gräben zwischen Marien- und Petrusgemeinde zu schließen. "Dein Weggang macht uns traurig", sagte Kirchenvorsteher Michael Rehren - und erinnerte auch daran, dass der Humor nicht zu kurz kam in der Zusammenarbeit.
Fotos und Text: Freitag


